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Lyrik-Finissage der Bodoni-Blaetter Ausstellung, Konstanz

Posted by Oliver Gassner • Thursday, October 30. 2008
Annika Waigele (Stahringen), Florian Amrhein (KN, Der siebte Stock / Kalliope), Florian Sieber (Kreuzlingen, CH).

Florian Amrhein liest aus "grauzonen zwischedrin". Reflektion des Materials, Anspielung auf Germanistenliteratur, Spiel mit Versatzstuecken und Journalistenprosa, sehr gegenwaertiger Slang und Fremdworte ("wie zugespamt", Gigahertz, Terabyte), kaum anklingende Koerperlichkeit (zwischen "schamansatz und kehlkopf", "ipod iphone i am"). Auf der suche nach der orientierung in der post70er, post80er gegenwart: "ein westkind".
bildbereich liegt wirklich stark im medialen, das soziale findet fast am rand statt, z.B. die familie. "vergessen holocaust, hiroshima und knut".
Sterbende oder hospitalisierte grossmutter. Mensch und Maschine gehen unmerklich ineinander ueber. Spiel mit schwebender Mehrdeutigkeit: "sie schlaeft vielleicht auch nicht".
Und: "Arbeitnehmerfronturlaubsverkehr": das ist einfach gegenwart!

Texte von Morten Paul (gelesen von F. Amrhein).
Behziehungsskizze, Koerperbetont. Sinnlich, optisch, prall, riechen und schmecken, mit Salto ins abstrakte: "Brecht liebt mich". "Klopfen tropfen auf dem dach oder kopf": reimanklaenge.
"an den schweigeraendern scheitern die worte vorerst". "als die gitarren und buecher noch im begriff waren maschinengewehre geworden zu sein".

Florian Sieber ist Slammer aus der Schweiz und slammt im Stehen ueber ein Zwiegepraech mit seinem Koerper. Witzig ohne Scheu vor Themen unterhalb der Guertellinie.
Politische WG : Curchille, Marx und Moritz, Wortspiele mit schweizer und internationalen Politikernamen. "Ich mag zwar einen riesigen Carter haben, aber von dir lass ich mich nicht lincoln." Nicht ganz gleichmaessige Namens-Gag-Dichte, was den Rhythmus des Textes etwas stoert.

"ich bin extrem", Satire auf die Politik als Mode und der politischen Readymadeslogans. Eingeklammert in zwei Nietzezeilen: weh dem der keine Heimat hat.

"Mein kleines Fernsehspiel": Infotainment Cut up. "Heidi Klum sucht das schoenste Skelett der Nation". Boesartiges Zappen zwischen Dieter Bohlen und Mystery.
Musikantenstadl: "Bei uns auf der Alm da gibt's kei' Hiebe fuer praktizierte Geschwisterliebe." Und eine Prise Knut.

Annika Waigele (Weigele?, 15 Jahre):
Gedichte ohne Namen in Einwortzeilen. (Dafuer schreibt sie lange Aufsaetze.)
Strukturierte Anlage, aus den politischen Ansichtern der Generation der15jaehrigen.
Wunsch nach Stabilitaet und Ordnung, nach Weltaneignung und Liebe. "lass uns (...) warten, bis wir 2 unsterblich sind".
Bildhafte Sprache, bemerkenswert klischeefern fuer dieses Alter, auffaellige klare Formen. Durchaus mit Referenzen auf die Bildwelten der Lyrik der letzten Jahrhunderte.

Mein Fazit: Lyrik lebt und stellt eine Sprache zur Verfuegung, die in fiktionaler Prosa oder Essay nicht toleriert wuerde.

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Diskussion:
FA: Ich schreibe Lyrik, weil es am einfachsten faellt. Lyrik erlaubt mehr Formen. Die erste Texte klangen an Eichendorff an. Ich moechte jetzt Lrik schreiben, die fuer heute ist. Die avantgardistisch ist.
AW: Ich schreibe eher aus den eigenen Emotionen heraus, man kann aber irgendwann ueber alles schreiben. Wenn man anfaegt findet man alles gut, Monate spaeter loescht man dann lieber alles. Man muss sich damit beschaeftigen, um dranzubeiben. Man kann das auch nicht erzwingen. Man muss es nehmen wie es kommt.

FS: Ich habe nie viel gechrieben. Das Theaterstueck, Kurztexte, Slamtexte. Zum Slam bin ich zufaellig ueber eine Theatergruppe gekommen. Ich schreibe eher um neues Material fuer den naechsten Slam zu haben Bei mir ist das eher chaotisch, das passt zum Slam. Man hat keine Formbindung. Texte enstehen mal in 30 Minuten, mal in vier Wochen.

Warum noch Lyrik? "Lyrikschreiben ist Menschenrecht" (NN) Poetry Slam verschafft neue Zugaenge. HipHop ist ein Revival von Reim und Metrik.

Was ist der Anspruch? Medienkritik, Kunstkonsumenten zum Nachdenken anregen (nicht nur zum Mitfuehlen), dabei: Spielen mit Sprache.
AW: Sprache steht imVoedergrund, Wiederholungen stoeren mich.

Was ist JUNGE Lyrik? Die Diversitaet der verschiedenen Moeglichkeiten zwischen Slam und anderen Formen. Wir sind heute fuer alles offen, das war vor 200 Jahren noch nicht so. Die traditionellen FORMEN gleichen sich zu sehr. Neue Formen und Gesellschaftskritik sprechen eher an. Sprache wird immer mehr wissenschaftlich und linguistisch reflektiert in den Texten. Beim Slam gibt es das breite Spektrum zwischen den Komikern und den 'Depressiven': "Wir sind Fast Food Poeten, die eine schoenen Abend haben wollen."

Treffwunschdichter: Metal-Texter Sonic Syndicate (Annika), Arno Holz, Alfred Lichtenstein.

Texte veraendern sich extrem duech Studium, Sekundaerlitertur und Diskussion im Autorenkreis.

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Update: Der SK-Vorbericht zur Ausstellung (weiß nicht, wie lange der 'free' bliebt.)

Helden der Rechtschreibung: Yeans Halle, Konstanz

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, October 29. 2008
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Webciety @ cebit

Posted by Oliver Gassner • Sunday, October 26. 2008 • Category: Digitalkultur
Im Marketingberater 2.0 Videocast: Webciety erklärt Sascha Lobo in ansätzen, worum es beim Konzept 'webcidety' für die CeBIT geht.

Die dort angebotene Technik klingt ja interessant, aber für mich wirkt das eher wie ein recht umgrenztes Konzept zur ansprac he eineer ebenfalls eingegrenzten Zielgruppe und weniger wie das 'Neu denken von Messe', das bei der SYSTEMS (für die und in deren Auftrag ich jetzt eine woche in München war) für 2009 ansteht.

Und hier das Video:

Link: Barcamp3-Special: Sascha Lobo




Update, da holpert was: das Youtubevideo auf der webciety-Page fehlt.

Green-IT @systemsmuenchen #systems08 ein Round-Table

Posted by Oliver Gassner • Thursday, October 23. 2008
(Zitale lediglich simnngemaess.)

Moderator: Der IT-Tromverbrauch steigt, Elektroschrott. Green-IT ist seit 2 Jahren ein Label unter dem gegengesteurt wird.

Im Panel NGOs, Firmenvertreter, Verbandsvertreter und das Umweltbundesamt.

Gute Nachricht: Firmen sind motiviert Energie zu sparen. Die Bitkom stellt gratis herstellerunabhaengige Papers zur Verfuegung. Beim Mittelstand ist da noch viel moeglich. (Nut Mueller, Bitkom)

Der Durchbruch passiert gerade, die IT-Abteilung muss dafuer aber auch verantworlich sein und nicht Z.B. Das Facility Management.

IBM: Green IT hat in den letzten 18 Monaten den Durchbruch schon geschafft. Die IBMhat ein breites Portfilio aus Services, Education, Zertifizierungen, Software und Hardware. (Thomas Tauer, IBM) Sekundaereffekte im Beeich Green Responsibility sind auch wichtig.

Peter Arbitter, Siemens. 98% des Energieverbraichs finden nicht im RZ statt, den koenen wir aber ueber IT mit steuern.

Cornelia Heidenreich (Germanwatch): 100% erneuerbare Energie sind das Ziel und Energiequelen koenne zu virtuellen Kraftwerken Vernetzt werden. Grün ist alles erst wenn auch Herstellung undEntsorgung gruen sind und nicht in Schwellenlaendern auf offenem Feuer recycelt werden. (makeITfair) Boden und Wasser werden verschmutzt. Dasadressieren wir bei den Herstellern.

Dr. Anett Weiland-Wascher (Umweltbundesamt): IT erzeugt soviel CO2 wie der Luftverkehr. Industrie und Politik muessen ueber eine Merktdurchdringung reden.
Wir sagen IT gies Green, nicht green IT. Auch das BU ist an besseren Bedingungen bei Zulieferung und Entsorgung herrschen

IBM: Green IT muessen wir und finanziell auch leisten. Defekte Wafers wurden frueher eingeschmolzen. Heute bereitet man sie leicht auf und macht Solarzellen draus. 90% an Material wird dabei eingespart.

Andreas Zilch, Analyst, Experton Group: Das Thema ist nicht neu. Aber frueher haben Leute nicht 15% mehr gezahlt. Das machen Unternehen nur, wenn es sich rechnet.

Arbitter / Siemens: Auch hier muss Vermeidung (wie durch SaaS) an erster Stelle stehen.

Mueller, Bitkom: Auch Virtualisierung spart viel Muell. Thin Clients sparen Energie und sind sicherer. DAS wurde schon mal gehyped, ist gescheitert, jetzt kommt es wieder, aber zu schleppend. Man braucht den Elektronikmuell am Arbeitsplatz gar nicht mehr, die Daten liegen ja eh zentral.

UB: Die Oekodesignrichtlinie weird ineffiziente Geraete "kapppen". Die Kategorisierung wie A++ macht die Geraete fuer Konsumenten transparenter.

Zilch: Es kommt nicht auf da Geraet an sondern darauf, wie man es benutzt.

BU: Den KMUs muss man auch die Beschaffungsleitfaeden kommunizieren.

IBM: Frueher waren 80% Hardwareausgaben, Heute sind es 80% Verwalttungsausgaben. Ein Server verbraucht in 4 Jahren 2000 Eur Strom. Wenn ma das RZ aussenrum mitrechnet, verbraucht das Geraet ein Vielfaches seiner Kosten an ENERGIEKOSTEN.

Siemens: Noch ist der Verbauch intrasparent. Aufjklaerung tut bei Privaten und in Unternehmen not. Man kan sich aber weder 10 Jahre Zeit lassen und die Standards duefen nicht national sein sondern global.

BU: Das eine tun und das andere nicht lassen: National und global, die WTO setzt aber Grenzen.

(Die Daumen schmerzen, die naechsten 45 min hoer ich zu und twittere ggf :) )



Moderator war Herr Bayer von der Computerwoche.

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Systems 2008: Pressekonferenz - 2009 wird alles neu

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, October 22. 2008
Disclosure: Die Systems ist die BtoB Messe für IT, Medien und Kommunikation, in ihrem Auftrag betreue ich deises jahr die Bloggerlounge, diese Artikel ist nicht Teil des 'Deals' und inhaltlich nicht abgesprochen. (Ich weiß auch nicht was gleich kommt...)

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Julia Haigis (Pressesprecherin) begrüßt.

Anwesend: Veronika Laufersweiler von SecuMedia, Klaus Dittrich (Messechef)

Ideas for better Bsuiness: Es wird eine Spezialmesse zum Thema IT-Sec geben (im Juni) und eine weitere Veranstaltung werden die Systems ablösen. (Herbst)

Die Entscheidung wird zu einem Zeitpunkt getroffen, indem es über 1000 Aussteller gibt und die Besucherzahlen stabil sind.

Dell und Microsoft sind 2008 dabei, Dell erstmals.

Das Kongressangebot wurde die letzten Jahre erweitert und geöffnet. Jetzt gilt es zu restrukturieren um das Profil zu erhalten. Trendthemen wurden integriert.

Jetzt wünscht sich die Branche eine neue Plattform und das möchte die Messe München bieten.

Die Systems gab es jetzt 40 Jahre. Sie war anfangs eine Computermesse, dann traten Systemlösungen an deren Stelle, sie würde zur ITk- und LÖsungsmesse.

5 Trends sieht die Messe:
- Unterhaltungselektronik wird 'computerlastiger' (der Kühlschrank mit Netzanschluss.) Das neue event bleibt zwar B2B, integriert aber diesen neuen Trend

- ITK-Produkte werde multifuktionaler. Entscheider suchen Orientierung, die will man bieten.

- Geräte bekommen immer mehr Features, Konsumenten orientieren sich am Anbieter. Die Features ähneln sich. Welcher Marke vertraut man mehr?Wo sieht man Innovationskraft? Das neue Event wird emotionaler werden.

- Kaufe ich Software oder kaufe ich nur Nutzungsrechte via Web? Oder setze ich auf werbefinanzierte Angebote? Diese Strategieren wollen durch Information und Diskussion gestützt werden. Der Trend geht zur Interaktion und zum Kongress.

- Strategische Debatten über SOA etc. erfordert einen intensiven Austasch zwischen Technikern und Kaufleuten.

Die Bloggerlounge ist ein erster Punkt dieser Tendenz.

Es wird ein Mix für B2B aus Ausstellung, Konferenz und Diskussionen, der emotionaler und interaktiver ist und der sich auch gesellschaftlicher Debatten öffnet und in dem das Internet integraler Bestandteil der Messe wird.

In 5 Jahren soll de 'neue ITK-Messe' ein europäischer Top-Event sein.

Man kündigt das heute an, damit man schon während der laufenden Messe und in den nächsten Wochen offen mit den Kunden und der Branche darüber reden kann.

Frau Laufersweiler erklärt inwiefern die IT-Security eine eigene Messe vereint und stützt. ITSA München soll die Messe heißen. 20.-23. Juni (?). Auch hier werden die Aussteller in die Planung der neuen Security-Messe einbezogen - sie haben sich schon öfters eine eigene Messe gewünscht.

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Aus der Fragerunde:

- Auch die Monetarisierung der Messe wird sich in dem neuen Konzept ändern - jenseits des Anmietens von Austtellungsfläche
- Aus sich der Cebit wird es heißen "die Systems gibt auf"? Dittrich: "Wenn sich ITK-Messen nicht verändert hätten, würde es sie nicht mehr geben. Jetzt erfordern diese Veränderungen das Aufsetzen eines neuen Formats."
- Die Zusammenarbeit mit Bloggern ist kein Hype sondern da ergeben sich nachhaltige Möglichkeiten.

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L:trudering #u-bahn: Reste einer Archaeologie-Ausstellung #metamedia

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, October 22. 2008
Das hat was: Der Schaukasten enthalt nur kontextlose s/w-Fotos von archaeologischen Funden offenbar bweim Bau der U-Bahn. Sieht mir nach Merowingerschmuck aus, aber ich bin da kein Experte. (Frage mich gerade ob auch die Gruppe Kindergartenkinder, die hier einsteigt, zur Messe will.)

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