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Star-Wars-Traceroute

Posted by Oliver Gassner • Thursday, February 14. 2013 • Category: Digitalkultur
OK, das ist was für Geeks:

Das Kommando Tracroute verfolgt den Weg von einem Internetrechner zum anderen. W as hier jemand getan hat, war, auf diesem Weg (von egal wo im netz zur Maschine mit der Nummer 216.81.59.173) einige Pseudo-Maschine zu simulieren, deren Servernamen den Text des Star-Wars Vorspanns wiedergeben:

Auf tracert (oder traceroute, je nach System) 216.81.59.173 folgt der Output:

seenIU - "Spotted auf der nächsten Ebene"

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, February 12. 2013 • Category: Digitalkultur
Zusammen mit Jens Dunkelberg von paperprintit habe ich begonnen seenIU zu entwickeln.

seenIU ist seit heute online ;)



Was ist SeenIU?
Inspiration für seenIU waren die vielen "Spotted"-Facebookseiten und einige 'normale' Webinstallationen ähnlicher Art.
seenIU ermöglichst es, jemand wiederzufinden, den man nur kurz gesehen hat. Ein schöner englischer Ausruck ist dafür "mass trannsport romance", als sowas wie: ÖPNV-Romanze.

Warum seenIU? Was ist anders?
Ich würde niemals etwas nachbauen, was es schon gibt. an den bisherigen Spotted-Realisierungen hat uns zweierlei gestört
- Sie waren auf Unistädte und manchmal auch nur auf bestimmte Segmente davon (Uni, Bibliothek, Nachtleben) beschränkt.
- Sie hatten ein klares "Männlein <-> Weiblein"-Schema.

seenIU hingegen
- erlaubt beliebige Kombis aus "Mann/Frau sah Mann/Frau"
- enthält in Stufe 1 alle (ALLE) Orte aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein
- geplant sind baldigst: der Rest der Welt (und Sprachversionen)

Wir haben noch ein paar ziemlich coole Ideen,
- was ein Facebook-Interface angeht
- was Unterseiten angeht
- zur Monetarisierung (wir wollen ja, dass ihr möglichst lange Spaß dran habt)
- was genauere Ortsangaben angeht
- wie eine Handy-App gehen könnte (die Page funzt schon auf dem Smartphone ...)

Wir fragen uns:
- Was ihr euch noch wünscht, was 'normale' Spotted-Seiten nicht können?
- Ob man noch andere Genderspezifika einbauen kann und wie (Symbol?). Also sowas wie "genderunfestgelegte Person sah ...", "Poly sah ..."? etc.
- Ob ihr die Idee auch so cool findet, wie wir.

Danke jedenfalls an Jens und sein Team, die im fasnachtlichen Konstanz diesen Endspurt hingelegt haben ;)

Presseanfragen: og @ carpe . com

FAQ / oft gestellte Fragen:
- Wie spricht man seeniu aus?
Wie engl. "Seen you", aslo "SIEHN juh"

Sorry, Sevenload, es kotzt mich an

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, February 12. 2013 • Category: Digitalkultur
Tag Sevenlaod,

ich weiß, es ist mein Problem. Ich nutze manche Services, weil mir die Leute sympatisch sind, Ibo und Meggy und Mike und so. Sie sitzen alle nicht mehr bei dir da rum, können also auch nix dafür.

Ich hab auch totales Verständnis, dass Burda oder die Telekom oder so dieses ganze Zweinullgetue doof finden und die User von ihrer schönen Videoplattform weghaben wollen. Schließlich muss man irgendwann Geld verdienen. Muss ich ja auch.

Ich kann auch noch halbwegs einsehen, dass ich 40+ Videos einzeln runterlade und einzeln wieder hochlade und 450+ Blogbeiträge, in denen die Videos drin sind, anpassen soll.

Was mich aber megamäßig nervt und mir auf Körperteile geht, die ich in höflichem Gespräch nicht erwähne, ist, dass ich keinen einzelnen Knopf habe, der es mir erlaubt, meinen 26 Alben und 1306 Bilder runterzuladen.

Das sind nämlich meine.

Und dich würd es auch keine zehn Entwicklertage kosten, so einen Knopf zu bauen.

Ich finde, das wär das Mindeste.
Grüße
Oliver

PS: Ja und ich wusste seit ca. zwei Jahren, dass deiser Tag kommt und hatte drauf vertraut, dass in deinen Hallen noch ein paar Leute sitzen, die wissen, wie man mit "Content Creators" umgeht.

PPS: Ja, ne Dropboxadresse, wo ihr meine Fotos hinterlegt habt, das wär nett. User: OliverG.

Freund, Kontakt, Follower: Dimensionen digitaler Gespräche - Blogparade

Posted by Oliver Gassner • Monday, February 11. 2013 • Category: Digitalkultur
Es macht grad Spaß, also mach ich bei der Blogparade von Frank mit: Blogparade Kontaktanfragen
***
Ich werde hier mal nicht ganz so lobenswert systematisch vorgehen wie Frank in seinem Post sondern eher versuchen, ein paar Beobachtungen festzuhalten.

Friend vs. Freund
Ein Freund ist jemand, mit dem ich vertrauensvoll etwas bespreche, jemand, den ich bei der Begrüßung vielleicht eine Viertelksekunde länger und mit 500 Gramm mehr Druck fester umarme als andere. Jemand, auf den ich zählen, kann, wenn es mir schlecht geht. Manche meiner Freunde, inzwischen sogar viele, habe ich online kennen gelernt, oder eher "wegen online". Wenn man wie ich seit 88 dabei ist. wäre es auch ein Wunder, wenn nicht.
Freund wird jemand jedenfalls nicht, weil wir gegenseitig auf Twitter verknüpft sind, oder so.

Zu "friend" eine Anekdote. Auch 1988 kurz nach dem Superbowl war ich in den USA als Student. Es gab eine Party in einem Fraternity-House, ich wüsste nicht mal welche. Strukturell war das unspektakulär, es gab primär das sonst am College verbotene Bier. Jedenfalls stand ich mit jemand zusammen dem ich vorgestellt worden war, ich weiß nicht mal weswegen. Durchaus schon alkoholisiert tauschten wir uns über weltpolitische Belange aus ("West Germany? Is that theirs or ours?") Da trat jemand hinzu und mein Konversationspartner stellte mich vor als : "Hey, Josh, meet my friend Oliver." Als Linguist war mir trotz schwerer Zunge und bebiertem Gehirn klar, dass hier eine gänzlich andere Bedeutung (Semantik) des Wortes "friend" vorlag, als ich es von "Freund" gewohnt war. Nach einigen Jahrzehnten der Reflexion und der Lektüre einiger Onlinebeiträge zum Thema Friend-Freund (aus der Zeitung lernste da nix) ist mir auch klar, was "friend" im amerikanischen Englisch zu bedeuten scheint, nämlich: "Jemand, auf den ich nicht schieße." Jemand, der mich nicht bedroht, zu dem kein Konkurrenzverhältnis besteht. So in der Art. Sicher erklärlich aus der Pioniertradition und den generell unsicheren Verhältnissen, die einige Jahrhunderte herrschten, als das Land in Besitz genommen wurde - bzw. den Besitzer wechselte.
"Friend" also mit Freund zu übersetzen wäre gänzlich schief. Am besten man benutzt - wie Sascha Lobo es vorschlägt - das Wort "Friend" um kultursoziologisch klar zu machen: Ich rede hier nicht von Freunden im europäisch-germanischen Sinne. (Auch im Deutschen wird hier massiv differenziert: Kumpel, Kamerad, Kollege, Spezi/Spezl(n), Saufkumpan etc.)

Kontakte vs. Follower
Ich spreche bei gegenseitig bestätigten Beziehungen auf Social Networks eher von Kontakten. also bei Myspace, Friendster, Orkut, XING oder Facebook.
Bei all diesen Diensten ist die normale Beziehungsart die des gegenseitigen Bestätigens der Beziehung, die Beziehung ist symmetrisch.
Als Option bieten Facebook und XING, als Normalfall Google+ und Twitter aber das asymmetrische "Folgen" an, bei dem de eine Person die öffentlichen Mitteilungen der anderen in ihren eigenen Stream einblendet. Hier spricht man zwar manchmal bei gegenseitigen Hinzufügen von "Friends", aber das es sich nur um die Dokumentation inhaltlichen oder persönlichen Interesses handelt, würde ich hier eher von "gegenseitigem Interesse" sprechen. An sich haben wir für diese Beziehungsart noch keinen Begriff, es hat sich aber der des Followers etabliert, oder sagen wir: der Interessent. Für das "gegenseitig Follower sein ohne sich persönlich zu kennen", haben wir noch keinen Begriff. Mag jemand etwas vorschlagen?
Genau deswegen übrigens, sind Twitter und Google+ an sich keine "Social Networks" sondern eher "Sharing Plattformen" oder "Orte für digitale Dialoge", denn dort stehen Inhalte und Sharing im Vordergrund und nicht persönliche Beziehungen. Weil viele Google+ mit Facebook verwechseln sind sie irritiert, wer ihnen dort alles folgt. (Wo Sharuing oder Inhlat im Vordergrund stehe, spreche ich von Social Media, wo die Beziehung von Social Networking, es gibt dann noch ein paar Unterfromen (curation, collaboration, Crowdzeuchs (folksonomy z.B.), Gaming etc. etc), die dann zusammen das Social Web ergeben (das, nimmt man es genau, auch nicht pur Web ist, d.h. Social Net müsste es heißen, was man dann gar nicht mehr ins deutsche Übersetzen könnte, außer mit "Mitmachnetz").

Sonderfälle
Selektiv bin ich bei Diensten, wo ich auch sehr Persönliches von mir gebe, wie meinen genauen aktuellen Aufenthaltsort - meine Geokoordinaten sind idR übrigens öffentlich. Anders gesagt: Bei Path, Latitude oder Foursquare bin ich eher selektiv: Sagt mir ein Name nichts, folge ich nicht zurück oder gebe meinen Stream nicht frei. Natürlich kreise ich nicht jeden G+-Follower zurück (das ginge gar nicht, denn mir folgen über 9000 und bei 5000 ist Schluss) und followe auch nicht jedem der über 5600 Twitterfollower. Zum Teil fehlt allein die Zeit, alle Follower 'abzuchecken'. ich muss mich darauf verlassen, dass die interessanten unter ihnen irgendwann auf etwas reagieren, was ich sende; denn an sich sind als Quasi-Kontakte ja ohnehin nur Leute interessant, die nicht nur 'Lurker' sind (d.i. passiv konsumieren) sondern ins digitale Gespräch eintreten.

Kontaktkategorien
Wenn wir von den relativ vielfältigen Kategorisierungen bei XING absehen, sortiere ich meine Kontakte oder die "ReInteressanten" (wäre das ein Begriff?) in folgende Gruppen:
- close (Freunde)
- familie (in meinem Falle eher entfernte Verwandte oder solche, die ich erst kürzlich wiederentdeckt habe)
- met (getroffen)
- region (Bodensee o.ä., die 30 Meilen-Zone wird ja zudem bei facebook automatisch angelegt)
- kunden
- coop (da gehören z.B. auch alle anderen XING-Ambassadoren rein)
- smart ppl (Leute, die ich nicht kenne, oft international, mit SEHR guten Inhalten)
- news (reine Newskanäle, CNN, Zeitungen etc.)
- fans (wer mich empfiehlt, retweetet etc, ohne dass ich denjenigen persönlich kenne)

Je nach Plattform oder Projekt gibt es dann noch andere, aber das sind die wesentlichen.
Nicht überall sind alle dieser Kategorien massiv gepflegt - dazu reicht die Zeit einfach nicht, bzw. ich spare mir allabendlich die zwei Stunden, die das dauern würde.

Probleme
Bei Facebook oder XING habe ich an sich kein Problem:
Bei Facebook wird jeder Freuendschaftsantragsteller, den ich nicht kenne und der der mir nicht, wie auf meinem Profil erbeten, schreibt, warum er mein Kontakt(!) sein will, zum Follower: der Freundschaftsantrag wird ohne Spammeldung abgelehnt und er sieht so automatisch (manche meiner) öffentliche(n) Updates. Bei XING wird bei unerklärten Kontanktanfragen zurückgefragt und auf diverse Followingmöglichkeiten hingewiesen. Kommt keine Erklärung, wird bei Kontaktsammlern abgelehnt (die kann man schon ganz gut erkennen ;) ) und eine Spammeldung versandt, bei Nicht-Kontaktsammlern wird die Person als D-Kontakt (wer ist das, und was will der/die von mir) angenommen. (A ist für close/Kunden/Gute Bekannte, Kooperationspartner, B met/prospects, C Interessenten, D Unbekannte mit unbekannter Agenda)
Warum nehme ich die D-Leute überhaupt an? Hier sind wir bei einem Knackpunkt: Meine Hypothese ist, dass mir viele Leute gar nicht eine Beziehung unterschieben wollen, sondern sich einfach nur für meine Inhalte interessieren (oder - warum auch immer - wahllos auf jeden Kontaktvorschlag (den ja jede Plattform bietet) klicken, den ihnen ein System vorschlägt). Leider werden, wenn man etwas bekannter wird oder sich durch Content interessant macht, auch Social Networks eher zum 'Radiosender' als zur 'persönlichen Kontaktbasis'. Man kann das widersinnig finden oder bedauern, aber wenn mir jemand schreibt: "Sie schreiben interessante Sachen im Forum, ich hätte Sie gern als Kontakt" - was soll ich sagen? "Abonnieren Sie bitte mein Blog per Mail und gehen Sie weg? Oder geben Sie mir erst mal fünf Kaffee und drei Bier aus, dann sehen wir weiter?"
Genaue Kriterien, wann ich jemand als Kontakt möchte, habe ich zwar in meiner Kontaktcharta niedergelegt, davon gibt es einerseits auch Ausnahmen, andererseits sind diese Kriterien auch nicht ewig gültig. Beispielsweise gibt es Leute, mit denen ich lange Zeit rein per Mail oder Social Networks kommuniziert habe, ohne sie persönlich zu treffen.

Fazit
Nicht die Menge an Information oder menschen/Kontakten ist das Problem, sondern die Filterung. Und dass man sich selbst klar wird, dass es mehr gibt als "nur" Freunde oder Follower und dass sich diese wiederum (nach eigenem Gusto) splitten lassen. ebenso wichtig ist, dass man Nervtüten einfach ausblendet - aber das wäre eine andere Blogparade.

Die Social-Web-Checkliste: wöchentlich gratis Tipps zum Social Web

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, February 6. 2013 • Category: Digitalkultur


Ich werd ja täglich Sachen zum (Social) Web gefragt. Nett wie ich bin, antworte ich und verblogge oft die Antworten.
Und es gibt sie als Mailserie. Für die, die sie im Blog verpasst haben.
Für XING, für Google+ und jetzt auch für 'Allgemein'. (Diese Messages waren bisher bei den XING-Tipps untergemischt.)

Allegemein? Aktuell sind das Fragen zu Blogs, Twitter, Facebook und eine zu Skype :)

Daneben gibt es die Blogging Basics und die Tipps zum Selbstmanagement.

In Arbeit ist zudem eine Serie, die NUR die Profiltipps für XING sammelt (und dann weitere, da die XING-Liste bei über 80 Wochen ist und so wenig Sinn macht). Das dauert noch etwas, eventuell schaff ich es jetzt über Fasnacht.

Und ich freu mich natürlich immer über neue Fragen zu allen Themen oben. (Zum Start gibt es bei dieser Liste hier elf Wochen lang Tipps, also ...)

Social Media Revolution 2013 (Video)

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, January 23. 2013 • Category: Digitalkultur
Eine neue Folge aus der Videoserie. die Musik nervt immer noch ;)


Social Media 2013 | New Music - YouTubee

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