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Robert Basic, Twitterverkauf und warum Twitter nicht skaliert (und eine Preisberechnung)

Posted by Oliver Gassner • Sunday, December 20. 2009 • Category: Twitter
Robert Basic
cc-Foto (some rights reserved) linkt auf Uhrheber.

Was sind 5000 Follower wert? fragt Mario und beantwortet die Frage nicht ;).

Zuerst aber seine Erkenntnis (aus der Tatsache, dass nur 100 der 5000 auf ein Link von Robert Basic klicken):
Je weniger Follower man hat (d.h. auch, je eher man die Leute kennt, die einem followen und je eher man Spammer einfach blockt/meldet) desto eher klicken sie auf ein Link.

Irgendwie logisch.

Diese Erkenntnis ist ein Aspekt der Langform eines Satzes, den ich bisher eher (aber dafür häufig) gesprochen als gebloggt und erläutert habe:

Twitter skaliert nicht.

Damit st nur partiell gemeint, dass Twitter Schwierigkeiten mit ihren großen Datenbanken und ihrem 'Software-Tanker' hat.

Damit ist gemeint:

- Ich kann nur einer begrenzten und individuell verschiedenen Anzahl an Menschen wirklich aufmerksam "folgen".
- Ich kann, wenn ich viele Follower habe, nur bei einem geringen Teil von ihnen mit Aufmerksamkeit rechnen (und zwar offenbar mit einem je geringeren desto mehr Follower ich habe. Also grob gesagt: Wenn ich doppelt soviel Follower habe habe ich nur 1.25 mal mehr Aufmerksamkeit. (Nur als Beispiel)

Dass man mit Twitter (siehe DELL) Umsatz machen kann, ist unbestritten. Aber wer kauft sich einmal die Woche nen Laptop? So einem Account followt man, während man ein bestimmtes Kaufinteresse hat, und dann ist Schluss. Schuhe (Zappos) kauft man sich immerhin (je nach Genotyp ;) ) mehrmals im Jahr.

Das sind sozusagen 'Ausreißer'. Halbwegs sinnvoll sind Markenpräsenzen bei Produkten mit Erklärungs- und Suppoprtbedarf und bei eher Lifystyligen-Produkten, die in Handlungsumfelder eingebaut sind, also eher sowas wie Jack Wolfskin (uuuuh!), wenn ich davon ausgehe, dass die Leute das nicht nur tragen sondern auch auf Wald und Heide rumtapern und dazu Gesprächsthemen und Fragen haben.

Ich denken, dass sich Twitter eben eher für Gespräche, Support, Kundenbindung und Marktforschung eignet als als Saleskanal.
Das sehen nur die Twitterspammer anders.

Was dann so ein Follower wert ist, ist sicher komplexer zu berechnen:

Ein Faktor ist sicher die Quote an Klicks (sozusagen der Beweis, dass da ein Mensch liest und auch mal nachsieht). Mario hat sehr schn gezeigt, wie man sowas berechnen und hochrechnen kann. Das kann man ggf. sogar automatisieren.

Ein weiterer, wie diese Klicks konvertieren (da hätte ich ja gern Zahlen bei DELL ;) ) und wie oft pro User. (Das wäre nur auswertbar, wenn man per DM kommuniziert, was von allen Empfängern als extrem Spammy wahrgenommen wird.)

Die Retweet-Quote und die damit erweiterte Reichweite wäre erneut spannend. Dummerweise kann man dann die Klickquote nicht separat auswerten (in 1-Level-Klicker und Retweetklicker).

Ein weiterer, softer, Wert, wäre, wie viele der Empfänger überhaupt aktiv twittern (und in welcher Frequenz) und damit auch nur potentiell auch eine Message lesen ohne zu klicken. (Nenne wir das mal die 'potentielle Zielgruppe für Branding/Awareness'.

Man kriegt ja für Tweets keien PI, d.h. man weiss nicht, wie viele Augenpaare überhaupt au einen Tweet geschaut haben. (Die Einbledungen in Apps a la Tweetdeck kann man ja dann ggf hochrechnen.)

Spannend wäre auch zu wissen: Wie viele meiner Tweets tauchen in definieren Suchen auf und wurden diese Suchen überhaupt abgerufen?

Oder: Deckt sich der Keywordmix der Leute, die mich "lesen", überhaupt mit dem der Zielgruppe, die ich erreichen will?

Aus all diesen Faktoren müsste man dann einen hypothetischen Wert für die PI und 'Cent/TKP' ausrechnen, der wohl dann irgendwo zwischen 1 Cent und 100 EUR liegt ;)

Nimmt man den CT, dann misst man eben nur einen gewissen Teil der PI.

Der Wert von grob 100 Klicks bei 5000 Followern wäre ja auch weiter zu modifizieren mit der Anzahl der Tweets bzw. Links/Tag

Nimmt man irgendwo zwischen 5 und 50 Cent pro Klick (vergleichbare mit Adsense, also sagen wir im Schnitt grob 25) wären die 100 Klicks immerhin 25 EUR Wert. (wenn, wie gesagt, sie am ende konvertieren.)

Bei sparsamen 10 Links am Tag (und der Hypothese dass die Klickfreudigkeit nicht unter die 100 fällt bei der Masse)käme wir auf 250 EUR/Tag und wenn wir sa+so Rauslassen auf 5*52*250 = 650065000 EUR/Jahr.

Was war noch mal der übliche Preis? 3 Jahresumsaätze?

D.h. wenn alle Quoten und Followerzahlen gleichblieben haben wir hier 19.500195.000 EUR als Kafpreis, der rein (und unter den ganzen Hypoteischen Milchmädchenrechungen von oben) die Klickwertigkeit des Angebots abbilden würde.

Das multipliziert man dann mit dem Faktor, den man als Werbeeffekt in den Bereichen Branding/Aufmerksamkeit ansetzt. Ob das dann mal 1.5 oder mal 5 ist, ist dann wahrscheinlich Geschmackssache. (Spannend wäre z.B. zu hören, ob sich der Verkauf von basicthinking.de auf Markenbekanntheit oder Umsätze der vKäufer ausgewirkt hat.)

Und noch ne Bemerkung zum Schluss: Kaum einer erwähnt den Punkt, dass Twitter ja selbst kommentiert hat, dass sie den Verkauf von TwitterIDs nicht gern sehen. Der PR-Wert wäre dann dennoch gegeben: "Firma XY kauft Twitteraccount... und Twitter schließt ihn."

Die ethischen Bedenken übrigens wegen eines solchen Verkaufs diskutier ich gern in den Comments ;)
***
Update: Zhalen waren um Faktor 10 zu klein und es fiel erst auf, als d3er account nuicht verkauft wurde. Aber der 'eigentliceh' wert ist der 'Buzzwert' für Robert Baasic und für den Käufer, insofern ist eine PI/Klickbasierte Rechnung ohnehin wenig sinnvoll. ich bin oben lediglich dem Modell von Mario gefolgt und hab mal hochgerechnet, was wäre, well Linkclickzahlen relevant wären.

Das XING-Facebook-Problem (Teil 1 von ?) oder: Der Entropietod der Featuritis

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, December 1. 2009
Sebastian Küpers schreibt über die neuen Unternehmensprofile bei XING:

"Das Potential dahinter ist in meinen Augen prinzipiell groß – vergleicht man allerdings die Möglichkeiten von Unternehmensprofilen auf Xing mit den Pages auf Facebook, hängt Xing noch Lichtjahre seinen Möglichkeiten hinterher.

Ein Vergleich zwischen Facebook und Xing wird häufig als “unzulässig” abgetan, da sich hier völlig unterschiedliche Zielgruppen mit ebenso unterschiedlichen Use-Cases tummeln – trotzdem ist aber das Ansinnen von Unternehmen auf beiden Plattform sehr ähnlich gelagert – nur mit jeweils einem anderen Publikum."
Future of Web Strategy -- Unternehmensprofile auf Xing. Kann das was?

Das Problem ist komplexer.
XING und Facebook unterscheiden sich nicht nur in der Zielgruppe (ieS. also Diginatives vs. (wahrsheinlich:) "Boomers" und Generation X) oder dem Scope (Business/Privat).

Zwei Dinge fallen mir auf:

Für 'uns Digitale' wirkt XING langweilig, featurearm und aufgeräumt. Es ist sozusagen das WKW des Businessnetworking. (Was ist eigentlich mit WKW? ;) )

Redet man aber mal mit der "Generation Ebay/Amazon" (sagen wir: Boomer und älter), die also online nicht soooo viel macht, dann merkt man schnell, dass viele Möglichkeiten bei XING nicht wahrgenommen werden und die Nutzung von XNG als 'besseres Adressbuch' allein deswegen vorherrscht, weil die Leute von den anderen Features viel zu verwirrt sind, um zu klicken. (z.B. Bei 'Abonnieren' von irgendwas bei XING wird mir durchaus die Frage gestellt, ob das dann extra kostet.)

Und amüsanterweise hört man von Diginatives, die nicht so ganz digital sind sondern offenbar nur Native (ja, gibt es), dass ihnen Facebook zu komplex ist. (Last chance für *VZ ;) )

Und, sehr en passant, Twitter ist gerade auf dem Sprung von 'simple--googlellike' zu 'überladen mit Features'; Das wird dann sicherstellen, dass es nicht Mainstream wird. (Seit Twitter das Retweeten 'vereinfacht' hat jedenfalls wird mein retweetartikel häufiger gegoogelt. warum wohl ;).

Anders:
XING ist gut beraten, eben NICHT zu viele Optionen einzubauen. (Und schon gar nicht am Anfang.) So super ich "Open Social Apps" finde so genau sehe ich auch, wie der Online-Normalo SOWOHL von der Technik der Apps (er weiss nicht, was genau da passiert) als auch der dazu nötigen Offenheit ("Ich soll bei XING mindmappen/meine Termine freigeben?") überfordert ist.

Zum Trost der Techies:
Zudem sieht man ja sehr schön, wie XING auf das Feedback via Uservoice hört und man wird davon ausgehen dürfen, dass an den zukünftigen 'Update-Mittwochen' von XING auch neue Features in den Unternehmensprofilen dazukommen. Was man gaben will, das kann man ja vorschlagen und voten ;)

eine These wäre ja, dass jede (Online)Software irgendwann den Entropietod der Featureitis sterben muss, wenn dei anzahl der Knöpfe sich der anzahl unserer gehirnzellen annähert.

Und wo ist diese Funktion bei Facebook? Ich hätte gern ein 'accept all gift requests' ;)

Mein aktuelles GTD-System - Selbstmanagement mit Smartphone und rememberthemilk.com

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, November 17. 2009 • Category: Produktivität / GTD
Da ich das grade in einem Forum mal ausdividiert habe, auch für die Blogleser:

- Notizen mache ich aktuell in der Postitapplikation des Plam Pre (der ist nur geliehen) sonst in der Todofuktion des Treo 650
- die werden dann per ail an die Importadresse von RTM gemailt und lokal im Handy wieder gelöscht.
- die Postits nutze ich aber auch für Tagesnotizen wie adressen etc, die danach arcivuert werden können (Hoteladresse in Hamburg arciv), Abfahrtszeit eine Zuges mit Gleis (delete after use) etc.)
- Die landen dann in der RTM-Inbox und werden dort durchgearbeitet/geklärt
- Papiernotizen entstehen entweder beim Telefonieren oder auf Visitenkarten und werden dann
- zusammen mit den Pre/Treo-Notizen in Rememberthemilk.com eingearbeitet
- Dort habe ich als Haupttabs: Arbeit, Home, Unterwegs (=Besorgungen), Delegiert.
- RTM kann ich auch mit m.rememberthemilk.com vom Handy nutzen (Mobile page)

Der Rest sind Smartlists, die automatisch aufgrund von Suchen generiert werden.:
- heute
- Prio 2 (Na)+3 (Someday)in der nächsten woche (dient zum Freiräumen von Wochen im Urlaub oder wenn ich unterwegs bin)
- Prio 1 (alle P1 Tasks = mein Kalendereinträge für 'heute erledigen', so kan ich die bei der review überprüfen, ob auch nicht zu viele an einem Tag liegen)
- Mo-So: 7 tabs, die dazu dienen, einzelne wochentage freizuräumen z.B. heute, wo ich unterwegs bin)
- Überfällig -> alle markieren -> p drücken - >schon stehen sie in der Heute-Liste
- Projekte = eine Smartlist, die alle Einträge zeigt die '.p' enthalten, wenn ich die auf einen bestimmten Tag schiebe, ist das mein 'Review-Tag'.

Generell arbeite ich in RTM mir Wiedervorlagen (an 99% der tasks) zwischen 'täglich' (NAs) und '2 Jahre' (so Zeug wie: 'Gesundheitscheck mit Blutabnahme bei Hausärztin vereinbaren').
Indirekt ist also ein Taskeintrag oft auch gleichzeitig ein Projektreminder, dort eine NA zu erzeugen, so ich noch keine (nächste) habe.
Die werden auch markiert jeder Task: d.1 y.2, so dass ich weiß, wenn ich eine Task als erledigt markiere, wann sie automatisch wieder aufpoppt.
So entstehen Listen aus P1 und P2, die recht übersichtlich sind. P3-Tasks reviewe ich und setze sie ggf auf P2 oder gar P1 hoch oder erledige sie.


Fragen dazu?

Twitter, Qualität und Following

Posted by Oliver Gassner • Monday, March 16. 2009
Mthie schlägt in seinem Posting Qualitätsoffensive - Unfollowmonday einen 'Unfollowmonday' vor bei dem man öffentlich bekannt macht, wem man unfollowt und warum.

Während ich das 'putzen' der Followingliste für eine gute Idee halte, denke ich, dass das Publizieren solcher Infos einerseits menschlich problematisch und andererseits Spam sein könnte, ich bin nämlich gestern Abend - unabhängig von Mthies Posting - etwa 50-100 Leuten entfollowt. Wenn ich die alle begründet hätte verabschieden müssen...

Aber erstmal ausholen.

Follower und Following

Es ist im Posting und in der Diskussion immer mal von der 'Followerliste' die Rede. Gemeint ist wohl eher die 'Followingliste', also die, die ich lese. Nur wenn jene auch 'zurücklesen' stehen sie auch auf der Followerliste.

Bei Twitter sind - wie auch in einem Kommentar bemerkt wird - diese beiden Listen im Gegensatz zu Blogs, immer öffentlich. (Sogar wenn man seine Timeline an sich nicht publiziert.)
Das hat den positiven Effekt, dass man weiß, wen man mit Direktmessages erreichen kann (alle Follower) und dass man aus beiden Listen anderer Twitterer Anregungen bekommen kann, wen man folgen könnte.

Folgen heißt:
"Ich möchte deine Tweets lesen und du darfst mir Direktnachrichten senden."

Es kann auch als 'Profilersatz' dienen, wenn man sieht, wem derjenige typischerweise so folgt: Industriegrößen, entwicklern, PRlern, Marken etc.

Für das Folgen kann es verschiedene gründe geben, mache - auch das ist in einem der Kommentare oben erwähnt - folgen aus Höflichkeit zurück, damit der andere gleichermaßen Direktmessages senden kann.

Mal eine kurze Ideensammlung, warum man folgt:
- Interesse an den Tweets (incl. Breaking-News-Bots ;) )
- man wird durch eine @-Message duf den/diejenige/n aufmerksam
- man folgt Konversationspartnern der eigenen gefollowten
- Weil man gefolgt wird
- DM-Symmetrie
- Fun (z.b. der 'Tower Bridge' oder 'The Time')
- Services verlangen es manche Twitterdienste funktionieren nur, wenn amn ihnen folgt, das ist sozusagen die Anmeldung)
- Support (manche Onlinedienste leisten über Twitter Support)
- Spam (manche Leute followen vielen Leuten und entfollowen nach einer Zeit entweder den Nichtfollowern oder allen wieder, 'sammeln' sie Follower für Ihre Messages)
- Kommunikationsanbahnung (jemand, dessen Mailbox immer voll ist reagiert vielleicht, vielleicht ja auch eine @-Message)
- SMS-Ersatz (DM)
- E-Mail-Ersatz (DM)
- ... mehr?

Wenn man obige Liste durchsieht, kann man sich leicht denken, dass sich irgendwann einige Leute in der Followingliste ansammeln, die
a) man nicht kennt
b) mit denen man nicht redet
c) die einen nicht zurückfolgen

Man könnte sagen, dass diese die 'Qualität' des Twitterstreams für einen selbst beeinträchtigen. der Qualitätsbegriff wäre aber auch nochmal kurz zu beleichten, also:

Was macht die Qualität von Twitter aus?

Auch mal als Brainstorming:

- RSS-Feed Ersatz (ich habe die ersten Wochen mit Twitter kaum Feeds gelesen ;) )
- über Freunde/Celebrities und deren Aktivitäten und Gedanken informiert sein
- Gespräche online führen, diskutieren (ausprobiert, geht ;) )
- Events verfolgen (je nach dem ob man da ist zur Orga oder ob man weit weg ist zur Info)
- Themen und Marken tracken
- Radio-Nachrichten-Ersatz (ich erfahre News idR über Twitter)
- (Self-)PR (Traffic für Blogposts, User für eigene Services)
- Support bekommen
- Support geben (auch wenn man nicht bezahlt wird) ["Take it from the net. Give it to the net."]
- "direkt" Geld verdinen (MLM, Marketer, Affiliates, Spammer)
- Antworten bekommen (Taugt Kaffeemaschine X was? Taugt Rechner B was? etc.)
- Kleinanzeigenersatz (ist bei mir bisher gescheitert ;) )
- Flirten
- ...

Man sieht ebenfalls, dass so divers wie die Followinggründe auch die Nutzungsszenarien sind und dass die einen mit den anderen auf komplexe weise korrelieren. D.h. man könnte sagen: Die Qualität eines Following-Streams (wenn wir mal nur den betrachten) ist für jede/n anders.

Aus obigen Dissonanzen resultiere auch manchmal heftige Debatten um das 'richtige Twittern'.
Manche hassen RSS in Twitter, andere finden es praktisch (vgl den Dissens zwischen @nico und @saschalobo zu 'Spiegel EIL'. (siehe deren Blogs)
Manche Chatten fröhlich mit @-Messages, andere empfinden das als zumüllen ihrere Timeline und denken, das gehöre zu den D-Messages.

Strategien

Aus obigen scheint zu folgen, dass die Strategien und Taktiken, die jede/r anwendet, um in seinem Stream Qualität herzustellen ziemlich verschieden sein dürften.

Ich beschreibe mal einige von meinen:

- (A-)Symmetrie
Ich habe ca. 2500 Follower. Ich bin lange fast jedem Account, der nicht massiv spammig war (z.B. 2000 gefollowt 300 Rückverfolger = Spammer) zurückgefolgt, aus der Überlegung heraus, dass es fair ist, den D-Kanal aufzumachen.
Konsequenz: Massiv viele davon waren eben doch Spamverfolger und sind entfollowt und ich durfte dann meine Timeline putzen, da ich ja weniger aus Interesse denn aus Fairness zur symmetrischen Kommunikation zurückgefolgt war. Unschön.

- Lokales
Als @stuttgarttweets öffnete bin ich einmal fast jedem Twitterer dort gefolgt. einfach weil ich es spanned fand, 'lokale' Twitterer kennezulernen. Viele sind nicht zurückgefolgt und also offenbar daran nicht interessiert. Stück für stück entfolge ich wieder, da offenbar kein Interesse an Kommunikation besteht.

- Twitter Policy & AutoDM
Mein Twitteraccount linkt auf einen beitrag in meinem Blog, in dem ich erkläre, wie ich Twitter benutze und wann ich (nict) folge oder sogar blocke. Seit es Dienste gibt, die Auto-Direktmessages an neue Follower erlauben, nutze ich dies zusätzlich, um auf deise Policy hinzuweisen. so dass sich keiner wundern muss, warum ich nicht zurückfolge oder BLOCKe. Bisher gab es darauf ositive Resonanz, nur 1 Person fand Auto-DMs 'lame'. Mir hilft die in der Policy geäußerte Bitte, dass wer wirklich gefollowt werden will doch bitte eine @-Message senden soll, durchaus. denn manchmal sind es am Tag 20-30 neue Follower, die von selbst kommen, und da fehlt manchmal -nein: oft - die Zeit, die alle eingehend zu prüfen. Viele davon sind natürlich Spammer. Um so ärgerlicher, wenn man für die seine Zeit verheizt. (Die neuste Sorte sind übrigens fundi-christliche MLMer, brrr.)

- Friend or Follow
Ich benutze FoF aktuell, um die Liste der Leute durchzusehen, denen ich folge, udn die mir nicht folgen. Diese Liste war, als ich damit begann, bei ca. 600 Leuten. Sie ist inzwischen unter die 400er-Marke gefallen. Sie setzt sich aus Leuten zusammen die
a) Netz-Celebrities sind (z.B. Tim O'Reilly)
b) Leute, die ich kenne (manchmal nur aus ihren Blogs), die mir aber nicht folgen
c) Leute, denen ich spontan gefolgt bin und nicht mehr weiß warum (meist gefollowte Spammer wohl)

a) bleiben drin
b) kommen auf eine spezielle Liste bei Tweetdeck und ich versuche, mit ihnen Gespräche zu führen (note to self: das noch mehr einplanen, leider ist das Listenmanagement bei Tweetdeck bei 2000+ Leuten aif er Liste eeetwas langsam ;( )
c) werden entfollowt (da sie selbst nicht followen, dürften sie da wohl kaum beleidigt sein ;) )

[zur Herstellung der Vollständigkeit: Mit folgen 511 Personen oder Accounts, denen ich nicht folge -oft Leute, die nicht ganz eindeutig als Spamfollower identifizierbar waren und die ich deshalb nicht geblockt hatte oder eben Sachen, die mich nicht interessieren- 2065 Leute folgen mir und ich folge ihnen. D.h. bei 4/5 der Leuten, die mir folgen, herrscht also DM-Symmetrie.]

- "Drive by"-unfollowing
Gelegentlich schaue ich auch einfach auf meinen Stream und gucke (wie mthie auch...) nach Leuten
I) die ich nicht persönlich kenne
II) die nur Busfahren, Morgenkaffee oder "Guten Morgen" twittern (Ich finde man könnte die 140 dann noch etwas mehr ausnutzen und was erzählen ;) Ich hänge das #goodmorning einfach immer an den ersten 'Inhaltstweet' an.) Ich gucke dann ihre Timeline an, und wenn sie dann nur alle paar Tage mal etwas für mich total irrelevantes Twittern und ich mich nicht an einen Austausch per @ oder DM entsinnen kann, entfollowe ich ihnen auch dann, wenn sie mir folgen. Es gibt auch ein Tool, das auflistet, wann jemand zuletzt getweetet hat. wenn dann jemand seit 6 Monaten nichts twittert, muss ich ihn oder sie auch nicht 'verfolgen'. [Ich hatte ein anderes Tool im Kopf, aber auch dieses hier scheint zu funktionieren.]

"Warum folgst du so vielen? - Dir folge ich nicht."
Ich lese immer mal wieder 'Leuten, die mehr als 1000 (oder 200 ;)) Leuten folgen haben, folge ich nicht'.
Kann man sicher machen, man sollte dann nur überlegen, weswegen man Leuten folgt: um zu lesen oder um wahrgenommen zu werden.
Wenn man lesen will, spielt es keinerlei Rolle, wie vielen der andere folgt.
Wenn man gelesen werden will, hm, wenn man nur folgt, um gelesen zu werden, sollte man sich fragen, wer da ein Problem hat: Man selbst oder der, der 1000+ Leuten folgt.
Wenn man natürlich lediglich guten Bekannten folgen will: Schön. Dann sollte man aber die 'Schuld' nicht bei anderen suchen, dafür, dass man ihnen nicht folgen will.

Ich bin seit Dezember 2006 bei Twitter. @Dominik hat ich eingeladen. am Anfang waren da wenige Leute uind ich bin nahezu allem gefolgt, was interessant war. Wer mich gelesen hat, war (und ist) mir an sich egal (mit Ausnahme der oben erwähnten Gruppe b), um die ich mich versuchen will zu bemühen. ) wenn mir jemand gefolgt ist, bin ich wie erwähnt aus Höflichkeit zurückgefolgt. Und in 2+ Jahren sammelt sich da eben einiges an. Viele A-Twitterer (zu denen ich mich nicht zählen würde) verfahren ebenso, andere gegen so vor, dass sie eben 200-500 Leuten folgen von den 20.000 die ihnen folgen. So jemand müsste dann der oben erwähnte Twitterer folgen - obwohl er erst recht keine Chance hat, wahrgenommen zu werden. [Wobei man mit Robert Scoble durchaus eine @-Konversation führen kann [Wachzeit beachten ;) ], bei @loic ist es mir noch nicht gelungen auf ein paar Bug-Reports zu Seesmic ein echo zu bekommen.]

Wunschzettel
- Ich hätte gerne ein Werkzeug, das mir sagt, mit wem ich bei Twitter schon geredet habe - per @ oder DM und wie intensiv - damit ich ggf. entscheiden kann, ob ich un/followen will.
- Ich hätte gern ein Tool für Twitter das mir sagt, wer URLs twittert, die mit meinen Bookmarks bei delicious.com und meinen Blogeinträgen korrelieren, so dass ich entscheiden kann, wer ähnliche Themen hat wie ich.
- ich hätte gern ein Tool, das mir sagt welchen "Leuten meine Freuden/Folower/Gefollowten followen" und das hier auch Trends anzeigt (Die meisten deiner --- sind in der letzten Woche --- gefolgt.)

Fazit
- Folge, wenn du lesen willst
- wenn du gelesen werden willst, gib deinem Netzwerk was es sucht: Information, Kuscheligkeit, Hilfe, Humor, whatever.

[2. Fassung, einige Typos korr. ;) + leicht ergänzt. Links, Klarstellungen, etc etc.]

Amoklauf: Winnenden, Wendlingen, Erfurt und Mobbing

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, March 11. 2009
Winnenden
cc-Foto (some rights reserved) linkt auf Uhrheber.
Vor 6 Jahren war ich noch Lehrer. Damals habe ich mich intensiv mit der Berichterstattung zu Erfurt befasst. (Und stand am Tag nach Erfurt wieder vor meinen Schülern in Klasse 9, in der 80+% Egoshooter spielten. [die meisten Stunden/Tag übrigens das kleinste Mädchen, das jetzt Abi und ne Lehrstelle hat.] -> statistisch dürfte das also nicht signifikant sein: Wenn 80% Milch trinken ist es recht wahrscheinlich, dass ein Attentäter auch Milchtrinker ist.)

Jedenfalls hier das Suchlink zu den entsprechenden Artikeln hier.

Bzw direkt:
http://blog.oliver-gassner.de/plugin/tag/amok
und http://blog.oliver-gassner.de/plugin/tag/erfurt

Wenn man das liest, weiß man, wie wenig sich getan hat.
Noch immer ist die Bildung und Schule, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie das Lieblingssparschwein der Nation.

Update:
Hier noch ein Link zu einem Kommentar von mir zu Mobbing an Schulen und den instituionellen Bedingungen von Schulpsychologie/Beratungslehererwesen - aus Anlass eines Mobbing-Suizids ("Ja, dann machs doch...") einer Schülerin in dem Ort an dem ich wohne. Mehrere Beratungslehrer haben mir für den Artikel gedankt (eine schrieb ne böse Mail, weil sie wohl was missverstand).

Ich hatte in meinem vorletzten Lehrerjahr einen Mobbingfall, bei dem wir Lehrer nur wussten, dass es eine Mädchengang war, die ein anderes Mädchen 'schriftlich' mobbten, aber trotz Schriftanalyse waren wir nie 100% sicher, wer es war. Erst als wir auch den Eltern sagten: "Wenn wir wissen, wer es war, verlässt diese Person dieses Gymi - und kein anderes Gymi MUSS ihn oder sie aufnehmen." Dann war Ruhe. Im letzten Lehrerjahr war dann Erfurt und der Suizid eines Referendars. Da waren wir natürlich auch besorgt, dass das Kreise ziehen könnte.

Update:
- Links und Ergänzungen
- Nein, ich weiß nicht, wie der Attentäter bei Kwick hieß. (Offenbar wird danach gegoogelt.)

Petition: Bedingungsloses Grundeinkommen (Grundeinkommen knapp erklärt)

Posted by Oliver Gassner • Sunday, February 15. 2009
Ich hab gerade unterzeichnet:
Reformvorschl? in der Sozialversicherung - Bedingungsloses Grundeinkommen vom 10.12.2008

Die Petition läuft noch bis 17.2. und es werden zu den Vorhandenen 35000+ noch 15000 Unterzeichnende gebraucht

Film zum Grundeinkommen.

Um das Konzet zu erklären müsste man etwas weiter ausholen aber:

Basis:
Die erkenntnis, dass so etwas wie Vollbeschäftigung aus global sozialen Bedingungen heraus nicht erreichbar ist.

Schlussfolgerung:
Dass somit eine Koppelung von Einkommen und Erwerbsarbeit sinnlos ist.

Konsequenz:
- Dass anstatt der aktuellen Versorgungsleistungen aus Zuschüssen, Steuererleichterungen, Subventionen etc.pp. ALLEN ein Grundeinkommen unabhängig von Vermögen und Arbeitsleistung gezahlt wird.

- Dass ALLE Steuern außer einer (dann stark erhöhten) Konsumsteuer (=Umsatzsteuer) abgeschafft werden. (Dadurch bleibt die Steuerquote an einer konsumierten Ware oder Dienstleistung GLEICH, d.h. die Preise blieben GLEICH. lediglich Export und Investitionen werden stark verbilligt. Import wird, wenn ich recht verstehe, teurer.)

- Hierbei entstehen massive Spareffekte durch eine extrem vereinfachte Steuer- und Versorgungsverwaltung.

- Der Staat kann weiterhin steuern wie bisher, allerdings nur am "Konsumende" der Kette. D.h. z.B. ökologisch sinnloses oder konraproduktives Verhalten kann stärker, sozial erwünschtes Verhalten schwächer konsumbesteuert werden.

- Das einzige, was mir noch nicht GANZ klar ist: Wer bekommt das Grundeinkommen? Jeder mit (einzigem?) wohnsitz in *.de? Jeder Staatsbürger? Aber das lässt sich sicher klären. ;)

- Verschiedene Rechenmodelle (die ich mir aber noch nicht angesehen habe, da ich eh kein Volkswirt bin, belegen, dass obiges finanzierbar ist, da es ohnehin nur eine Vereinfachung des aktuellen Systems darstellt und an sich keine neuen Mittel benötigt. es ändert sich lediglich die artm, wie Steuern eingesammelt und Subventionen/Transferleistungen verteilt werden.

Das Grundkonzept für das Grundeinkommen + Konsumsteuer stammt übrigens angeblich von Rudolf Steiner, aus den 20er Jahren. aber das soll uns ja nicht abhalten, oder? ;) (was Steienr so über Volks- und Betriebswirtschaft geschrieben hat klingt ohnehin extrem "kommunistisch" ;) )

Update: Filmline
Update: Frühere Gedanken von mir zum Grundeinkommen habe ich hier skizziert.

Kleine Typologie des Kommentarspams - und ein Vorschlag

Posted by Oliver Gassner • Thursday, December 11. 2008
Unter
XING - - Business Weblogs - Artikelbaum "Bezahlte Blogkommetare - hat das Zukunft"
entspinnt sich gerade ein kleiner Dialog über Kommentarspam durch "Agenturen".

Meine Einlassungen dazu auch hier:

a) Leute mit komischen Namen (SEO) - wenn der Kommentator 'Versicherung' oder "Liegestuhl" heißt, wird fast jeder Bloger wach und haut das weg. Ich gehe dann soweit, den Kommentar stehen zu lassen, das Link 'kaputt zu machen' und eine Antwort dazuzuschreiben. auf deise Art schießt sich der SEOler selbst ins Knie, weil er meinen PR nicht bekommt und das Keyword ggf. bei mir endet. Da ich ich ins Link meist nur ein x oder einen * einbaue, ist trotzdem noch sichtbar, wer der Spammer war -> im Idealfall Reputationsverlust.

Hier gehe ich auch so weit und rufe/maile auch mal den Kunden, zu dessen "Vorteil" da gespammt wurde an und frage ihn, ob er weiß, was seine Agentur da macht. In der Agentur war es dann immer ein "Praktikant" oder in einem Fall auch ein "Mitbewerber, der einen japanischen Server gehackt hat" (hä?) - Den meisten Kunden ist das rechtliche Risiko einer solchen Vorgehensweise übrigens nicht ganz klar.

b) Leute wie oben, mit normalen Namen aber einem Link auf ein Nicht-Blog und meist auf eine Seite mit klar kommerziellem oder SEO-Background.
Ich verfahre dann wie oben.

c) Kommentar-Postings von türkischen Webmastern unter ein Twitter-Posting von mir, die sich alle nur mit "Thank you" äußern. da ich die Pages nicht beurteilen kann, hau ich das fast immer komplett weg.

d) Kommentare ähnlich wie b) die auf extrem kommerzialisierte und manchmal klar SEO-motivierte Blogseiten linken - falls die dann auch noch 'automatisch befüllt' werden, kann es schon mal passieren, dass ich auch mit einem Beitrag reagiere. Link wird de-valuiert, Kommentar bliebt ggf. zur Dokumentation stehen.

An sich verfährt wie oben oder ähnlich fast jede/r aktive BloggerIn. allerdings gibt es das Problem der Tausenden und Millionen 'toter' Blogs. Die entwickeln sich langsam zum Grab für Spamkommentare und kein Mensch guckt danach.

An sich bräuchten Blogs bei denen sich jemand 1 Monat nicht ins Backend einloggt eine Art 'Sicherheitssperre, so dass dann automatisch Trackbacks und Kommentare auf moderiert gestellt werden.

Das Hauptproblem bei dieser art von Spam ist übrigens, dass Leute, die auf einen Haufen solcher unmoderierter Blogs stoßen keinen besonders günstigen Eindruck von diesem Kommunikationsmittel haben. was ungerechtfertigt ist.



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    Sat, 19.05.2012 12:06
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