links for 2008-04-22

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, April 22. 2008

Schreibtipp 4: Handwerkszeug

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, April 22. 2008
Rechts in meiner Seitenleiste habe ich seit kurzem ein Widget, mit dem man sich hier Themen wünschen kann. Das am häufigsten genannte Thema war 'better writing'. Also hier eine kleine Serie dazu.
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Es gibt den Spruch, dass Rechtschreibnachschlagewerke vor allem von denen benutzt werden, die ihrer am wenigsten bedürfen.
Beim Nachschlagen hilft es ungemein, wenn man die betreffenden Ressourcen in Reichweite hat ;).

Im Folgenden schlage ich ein paar Lexika und Handbücher vor, die mir als Grundausstattung nützlich scheinen.

Wir gehen mal für die folgenden Überlegungen davon aus, dass journalistische und literarische Texte entstehen sollen. Bei Sach- und Fachtexten wären natürlich ein paar andere Fachlexika vonnöten.

* Rechtschreibung
Entweder die DUDEN-Rechtschreibung (der gelbe Band, gewöhnlich auch als 'DER DUDEN' bezeichnet) oder "Die deutsche Rechtschreibung" von Wahrig. Ich habe aktuell den Wahrig, u.a. weil mir am besten gefiel, wie er die Unterschiede von alter, neuer und ganz neuer Rechtschreibung aufbereitet und wegen der informativen hellblauen Boxen im Lexikontext, an denen Infos aufbereitet werden, für die man sonst quer durch andere Lexika blättert.

* Wörterbücher
Hilfreich und instruktiv sind der Fremdwörterduden und das Herkunftswörterbuch von DUDEN (Etymologie) für sprachgeschichtiche exkurse und Fremdworterläuterungen. Wo die Etymologie an ihre Grenzen stößt, greife ich auf das inzwischen online gratis verfügbare "Deutsche Wörterbuch" der Grimms zurück. Für das Mittelhochdeutsche noch den 'Lexer' und einen 'Stohwasser' für das lateinische und man ist für die meisten Probleme gerüstet. In einer Grabbelkiste hatte ich zudem mal das "Fremdwörter-Lexikon" eines Prof. Richard Kienle aufgetrieben, das zu Fremdworten mit griechischem Ursprung die Quellworte auch in griechischer Schrift aufführt.

Was ich hier (fast) ganz beiseite lasse ist das Thema "Englisch", bei dem ich als Anglist etwas anders ausgestattet bin als andere ;). Generell aber soviel: ein einsprachiges (z.B. Collins Cobuild) und jeweils ein "dickeres" D-E und ein E-D Lexikon scheinen schwer verzichtbar. So man enmglische Litetratur liest wird man um ein Slangwörterbuch auch kaum herum kommen, wobei auch hier das Netz (suchwort: Urban Slang) aufgebaut hat.

* Literarische Fachbegriffe
Hier nutze ich eine ganze Batterie von Nachschlagewerken, dei jeweils spezifische Stärken haben
- 'Der Wilpert': "Sachwörterbuch der Literatur" bei Kröner. den kann man auch gut antiquarisch kaufen. Ist weniger geeignet bei den langen artikeln sondern bei jurzen Erklärungen zu abgelegenen Fachbegriffen.
- "Metzlers Literaturlexikon", das hat seien Stärken bei den langen Artikeln (zu Stichworten wie 'Roman', hat aber viele Begriffe des 'Wilpert' nicht.
- Otto F. Best: "Handbuch literarischer Fachbegriffe. Definitionen und Beispiele" ist eine Geheimwaffe, denn es hat zusätzlich zu den (nicht immer hinreißenden) Definitionen Textbeipsile. Hat also auch nicht zu viele Begriffe, aber man findet dann zu Versformen wie 'terzinen' oder Gedichtformen wie Sonett' dann eben auch gleich Beispieltexte.

Ich hab zwar noch massig mehr Nachschlagewerke, aber das würde dann zu weit führen. (Auf Wunsch schreib ich da mal was separates dazu.)

Was die Handbücher angeht, empfehle ich in der Regel "Deutsch fürs Leben" bzw. "Deutsch für Profis" von Wolf Schneider. Die weiteren Schneider-Bücher sind an sich auch ganz schön, wiederholen aber partiell das in den ersten Empfehlungen Gesagte.

Generell empfehlenswert für Journalisten ist das 'Handbuch Freie' von Götz Buchholz (mediafon) und für Belletristen das 'Jahrbuch für Autoren' aus dem Autorenhaus-Verlag.

Als Zitatenlexikon 'natürlich' einen Büchmann ("Geflügelte Worte", antiquarisch ist hier kein Problem) und das 'Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten' von Lutz Röhrich. (Letzeres gibt es auch auf CD, ersteres wird eventuell inzwischen durch Onlineangebote hinlänglich -wenn auch nicht zuverlässig- ersetzt.)

Eine Enzyklopädie habe ich erst kürzlich wieder auf Papier (und CD), aber schon die erste Konsultation (nach 'Musketier') endete bei 'Muskete' und ließ den dtv-Brockhaus in 24 Bänden arm aussehen. Wahrscheinlich genügt hier die Wikipedia vollauf.

Dass man als Schreibender sowohl eine etwas klassischer formulierte Bibel als auch eine Einheitsübersetzung im Hause -wenn auch nicht notwendig auf dem Nachttisch- haben sollte, erübrigt sich an sich zu erwähnen.

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Folge 1: Schreibtipp 1: Der Notizblock

Folge 2: Schreibtipp 2: Lesen, lesen, lesen

Folge 3: Schreibtipp 3: Mindmaps

Schreibtipps: Eure Fragen?

Posted by Oliver Gassner • Monday, April 21. 2008
In der Serie mit Schreibtipps kommt morgen noch einmal eine Folge.

Ansonsten würde ich mich ja nicht ungern an euren Fragen orientieren und jene entweder in den Kommentaren oder in eigenen Artikeln beantworten. (Ich dürft udn sollt euch natürlich auch gegenseitig Tipps geben ;) )

Also: Fragen zum Schreiben? Literarisch? Journalistisch? In Blogs? Hier in die KOmmentare bitte oder per mail an oliver.gassner+schreiben @ gmail.com.

Danke ;)

Es geht uns gut

Posted by Oliver Gassner • Monday, April 21. 2008
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Posted by Oliver Gassner • Monday, April 21. 2008

Schreibtipp 3: Mindmaps

Posted by Oliver Gassner • Monday, April 21. 2008
Rechts in meiner Seitenleiste habe ich seit kurzem ein Widget, mit dem man sich hier Themen wünschen kann. Das am häufigsten genannte Thema war 'better writing'. Also hier eine kleine Serie dazu.

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Tipp 3: Mind-Maps

An sich ist das weiße Papier für die schreibenden weniger Angstmacher als Herausforderung. Allerdings wird die negative Wirkung des leeren Papiers immer mal wieder ins Feld geführt, wenn von der berühmten 'Schreibhemung' die Rede ist.

Nun mag jene Hemmung eintreten, wenn es darum geht, gleich ein Romankapitel oder eine wohlgerundete Kurzgeschichte aufs Papier zu werfen
wer aber einfach mal ein Stichwort oder Thema sprachlich zu durchleuten beabsichtigt, kann es ja mal mit folgender Abwandlung der Mind-Map-Technik versuchen:

(Wobei es wichtig ist, zwischen den Worten Linien zu ziehen und um die Worte Kreise zu malen, auch keline Bildchen sind, so Talent vorhanden, erlaubt, den das bringt die 'Worthälfte' und die 'Bildhälfte' unseres Gehirns zusammen und erlaubt uns sozusagen auf '2 Zylindern' kreativ dahinzutuckern.)

1) A4-Blatt quer nehmen und in dei Muitte ein wort schreiben, sagen wir (auch wenn es beim Blick nach draußen schwer fällt), "Frühling". Kreis drum malen und mindestens 6-8 "Sonnenstrahlen", die davon weg führen (aber nur etwa so lang, dass außenrum noch genügend Platz ist).

2) Nun wird das Blatt 'geviertelt', ein senkrecht stehendes Kreuz teilt es in vier Teile. An den Rand schreiben wir jeweils in dei Viertel:
- Nomina/Hauptwörter (oben links, also: Haus, Baum)
- Adjektive/Wie-Wörter (oben rechts, also: schön, grün)
- Verben/Tunwörter (unten rechts, also: klettern, abuen)
- Adverbien (unten links, also: (rennt) schnell, (klettert) geschickt)

3) Jetzt füllen wir mindestens 2 Strahlen pro Viertel mit passenden Wörtern in der richtigen Wortart auf, also z.B. Hase, Nest, Ostern, schnell, rennt, versteckt, hastig, braun, grün etc. es düren so viele Strahlen pro Viertel sein, wie Platz ist. (Man kann sich auch vorher schon A3-Blätter basteln ;) )

4) Jetzt kriegt jedes Wort des 'ersten Rings' nochmal einen (oder mehrere) Strahlen zum Blattrand hin und wird mit neuen Worten, gern unabhängig von ihrer Wortart aufgefüllt.

5) An sich sollten wir jetzt genügen 'Material' für zumidnest einen kleinen Text zusammen haben. Ja? Nein? Wenn uns jetzt nichts zu schreiben einfällt, haben wir wirklich ein Schreibblockadenproblem, wir geben der Übung den 'Dritten Grad'.

6) Blatt so kleinschippeln, dass auf jedem Fitzelchen eines der Wörter steht. In einen Behälter (Hut, Sack, ...) werfen und je nach Textziel werden jetzt zufällig Worte gezogen und auf ein 'Entwurfblatt' geklebt:
- für ein Gedicht jeweils 3 Worte in eine Zeile sortieren
- für einen Prosatext jeweils 4-5 der Worte einem (Ab-)Satz zuordnen

7) Gedicht oder Prosatext schreiben (das Gedicht muss sich nicht reimen ;) ), in dem in der Zeile oder in dem (ab-)Satz jeweils die gezogenen Wörter vorkommen. wenn jetzt die eigenen Gedanken "fliegen", kann man sich von der Übung auch absetzen oder Wörter zwiscehn zeilen und Absätzen austauschen (wobei zu vermeiden wäre, dass das, was vorher an einem Strahl hing im Text zu nah aneinander vorkommt) und 'Schummeln'. wenn es weiter schwergängig bleibt: an der Übung dranbleiben.

Gratulation: 2 oder mehr leere Blätter sind jetzt voll und der Schreibblockade ist ein Schnippchen geschlagen.

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Folge 1: Schreibtipp 1: Der Notizblock
Schreibtipp 2: Lesen, lesen, lesen

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Posted by Oliver Gassner • Sunday, April 20. 2008


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