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BlogSeminar für Fortgeschrittene - Vorspann

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, January 15. 2008
Da ich gerade wieder im Maildialog mit einem fleißigen Blogger bin, der aber immer noch auf einem Technoratiscore von 1 rumdümpelt, denke ich, es wäre doch Zeit, mal das Thema "BlogSeminar für Fortgeschrittene" anzugehen.

Ich stelle mir das ähnlich vor, wie das Blog-SummerCamp. allerdings etwas interaktiver, da es sich ja um leute handelt, die schon eine Weile bloggen.

Da es zudem auch für Firmenleute interessant sein dürfte, gibt es zwei Bezahloptionen: "Buchgeschenk" (wie bisher) oder "normal" mit Rechnung.

Wie ich mir das denke
* geschlossene Mailingliste
* "offene" Artikel hier auf dem Blog
* gegebenenfalls Artikel im Blog der Teilnehmenden
* Wir eruieren gemeinsam die Themen
* Es werden 'Referate' vergeben, die entweder als Blogartikel zu bloggen oder als kleiner 'Bericht' in der ML abzuliefern sind. (Oder als Slideshare-Show oder als Video oder Podcast...)
* Wenn es nach mir geht, werden wir auch mindestens 2-3 Mal interaktiv per Video, stampfen einen Chat aus dem Boden (mal lingr, mal IRC), schauen uns mal Skypecasts an etc.
* Wir "besprechen" dann die Referate (Mailingliste/Blogkommentare/Videochat) und ich liefere zusätzliche Tipps, Infos, Kommentare etc.

Für 'Private' würde ich das wie gesagt wieder gegen in Item aus meiner Wishlist machen (da steht jetzt ne Wii drauf ;) ), fragt sich, welches "Price Tag" für Firmenkunden mit Rechnungswunsch angemessen ist. -> Vorschläge? ;) (Ich hab schon nen Mindestbetrag im Kopf ;)) )

Wie es das letztes Mal lief:

Artikel mit Tag BlogKurs

BlogCamp 5: Blogtypen und Blognamen

Posted by Oliver Gassner • Friday, August 17. 2007 • Category: Weblogs
Das ist nun wieder ein recht umfangreiches Thema, aber grob gibt es folgende (wenn ich was vergesse, gerne hinzufügen ;) )

Blogtypen:
- Ego- und Tagebuchblog. Ggf. nur für Bekannte interessant.
- öffentliche (minimal kommentierte) Linksammlung, vgl eines der erstes Blogs http://robotwisdom.com/ (Dez 1997)
- Themenblog, eher andere Quellen sammelnd über ein Hobbythema oder beruflich Relevantes (z.B. Modelleisenbahnbau, Webdesign oder Programmierung)
- übergehend in ein 'Kompetenzblog' mit eigenen Beiträgen zu Fachthemen, auch und v.a. zur Self-PR, vgl. http://roell.net/weblog (liegt auf Eis) oder http://vowe.net oder http://basicthinking.de/blog
- (Medien-)Watchblog, vgl http://bildblog.de oder http://www.spiegelkritik.de/
- CEO-Blog, Blog des Chefs einer Firma, vgl. http://saftblog.de oder http://fastlane.gmblogs.com/ oder http://blogs.sun.com/jonathan
- Firmenblog (mehrere Mitarbeiter bloggen im Team) vgl http://www.blog-frosta.de/
- Firmen-Spezialistenblog, http://devresource.hp.com/drc/blogs.jsp - einzelne Spezialisten im jeweils eigenen Blog
- Blogs könne auch in Intranets zur Kommunikation eingesetzt werden, wie bei Web.de oder bbc.co.uk , hier dienen sie primär dem Abbau der Mailflut.
- generell als 'Homepagersatz' (mit oder ohne Newsfunktion)
- Spam Blogs (splogs): Blogs zum Zwecke der Aufwertung des Suchmaschinenrangs dritter Seiten oder rein zur Erzeugung von Werbeeinnahmen, ethisch fragwürdig.

Obige Blogtypen sind natürlich oft in den Varianten Solo- oder Gruppenblog möglich. So wäre zum Beispiel ein Blog auch als Ersatz für eine Vereinszeitung denkbar. Oft muss man für solche Nutzungsvarianten 'irgendwie' eine Navigation bauen, die die rein zeitliche Sortierung des Blogs kompensiert.

Blognamen:
Grundsätzlich möchte man natürlich gefunden werden - sonst könnte an das Blog auch privat unter Passwortschutz führen. da der Blogname oft in der Titelzeile der HTML-Seite landet und dort von Suchmaschinen oft bevorzugt indexiert wird, sollte man sich Gedanken machen, unter welchen Begriffen man gefunden werden möchte.
Andererseits ist ein Name, den sich die Leute gut merken können und der im Netz nicht so oft auftaucht hilfreich, denn dann finden einen frühere 'Gäste' einfach via Suchmaschine wieder.

In Frage kommen also:
* zentrale Begriffe aus dem Fachgebiet
* der eigene Name (wenn der nicht "Peter Müller" lautet oder zu Verwechslungen führen kann *) )
* der Firmenname
* ein Tätigkeitsschwerpunkt
* eine originelle Begriffskombination, die man sich gut merken kann

Verfahren:
* Name ausdenken
* in diverse Suchmaschinen eingeben
* gibt es eine Firma oder ein Produkt das so heißt? -> KO-Kriterium
* mehr als 10.000 Treffer? -> nicht sooo gut. (Es sei denn es sind eigene Seiten ;) )

Ggf. muss man eine Markenrecherche durchführen oder durchführen lassen: http://www.markenplatz.de/ (Angebot ungetestet)

Das könne wir ja dann in der Mailingliste zum Kurs an den einzelnen Fällen durchtesten.

ZU den oben erwähnten Firmen-Blogs noch: Z.T. verzeichnen die so viele Besucher in ihren Blogs in Relation zu den Homepages, dass jetzt die Blog-URLs auf die Firmendrucksachen wandern...

*) eine Bekannte von mir ist nicht googlebar, denn sie trägt den Namen einer Pornodarstellerin (oder umgekehrt)---
Was ist das hier?

Siehe:

Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Oliver Gassner

BlogCamp 4: Juristisches und Blog-Netikette

Posted by Oliver Gassner • Sunday, August 12. 2007 • Category: Weblogs
Im Zusammenhang mit Weblogs tauchen immer wieder einige juristische Fragen auf, die ich hier - mangels juristischer Kenntnisse - nicht hinreichend würdigen kann, aber ein paar Hinweise hauen hin:

Impressum
Es ist simpel, auch Weblogs brauchen ein Impressum. Auch private.
Natürlich haben manche Leute das starke Bedürfnis anonym bzw. pseudonym zu bleiben. Das kann in einigen Zusammenhängen, beruflichen wie politischen, persönlichen wie weltanschaulichen relativ wichtig sein. Hinweise, wie man anonym bloggt und anonym bleibt, enthält eine Publikation der 'Reporter ohne Grenzen':
http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=542

Wie ein Impressum aussehen muss ist relativ genau festgelegt, ich hab mir meines auch mit einem 'Impressumsgenerator' zusammengebaut, so wie diesen hier:
http://www.digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/assistent.php

Copyright/Urheberrecht
Das sind an sich zwei grundverschiedene Dinge, im Grundsatz aber sind sie ähnlich zu behandeln.
a) Sie gelten auch im Netz, auch international.
b) Wenn man was (Text, Bild, Ton, Film) verwendet, fragt man.
c) Ausnahmen bestätigen die Regel. (Ich frage nicht bei Produktfotos von Sites mit Gadgets, Screenshots im Zusammenhang mit Berichterstattung, Filmen von Filmplattformen, die einen Einbindungsservice in Blogs anbieten etc.)

Generell kann aber auch bei c) Unbill drohen.

Grundsätzlich gilt: "Zitate gehen." Das heißt aber auch, dass das Zitat in einen eigenen relevanten Beitrag eingebettet werden muss. Ein fremdes Foto zu 'klauen' und nur 'Tolles Bild.' dazuzuschreiben reicht nicht. Eine ausführliche Bildanalyse... das wär es schon eher. Eine Satire: geht auch. was es war und ob es reichte... sagt ein Gericht.

Generell
Alles was man auch mit Flugblättern oder in Presseorganen nicht darf, darf man auch in einem Blog nicht. Der Umkehrschluss gilt nicht.

Fast relevanter als rechtliche Probleme, mit denen ein Großteil der Blogger nicht konfrontiert wird, ist die Einhaltung der Blog-Netikette.

Beim googeln habe ich keine gefunden, deshalb hier ein paar Hinweise in der Art des Brainstormings.

Bilder
Als besonders unschön gilt es, Bilder mit der URL der fremden Webseite im eigenen Blog einzubinden, so dass es von dort geladen wird. Im Zweifelsfall zahlt nämlich der andere den Traffic und bei manchen sehr beliebten Bildern kann so was ordentlich ins Geld gehen. also: Immer auf den eigenen Server kopieren, außer da, wo es erlaubt ist. (Z.B. aus dem eigenen Flickr-Account bei Beachtung der Flickr-Verlinkungsregeln.)
Bilder unterliegen natürlich auch dem Urheberrecht. Also: den Urheber fragen. Problematisch sind z.B.: Fotos fremder Leute (wenn es keine 'Masse' oder 'Gruppe' ist), Fotos von Kunstwerken (auch Fotos von Fotos ;) ) und Fotos von architektonischen Konstrukten (es gibt einen 'Panoramafreiheit' aber wer z.B. das Hundertwasserhaus o.ä. fotografiert...)
Ein paar Hinweise zum Fotorecht finden sch hier: http://del.icio.us/OliverG/fotos+jura,. Grundsätzlich: Wer es schriftlich vom Urheber hat (auch dass keine rechte Dritter involviert sind) ist auf der sicheren Seite, alle anderen: "no risk. no fun."

via-Links
Beispiel. Ich lese im Blog von Fritz. Fritz weist auf einen Artikel in Spiegel Online hin. ich will dazu auch was schreiben und linke auch auf Spiegel online. Freundlich ist es nun, Fritz auch anzulinken, mit "via [Link zum Blogeintrag von Fritz]". so hat Fritz was davon: Besucher und die Suchmaschine rankt ihn höher.

Trackbacks
Die hatten wir ja schon. Gesetzt der Fall wir hätten nicht zum Spiegel-Artikel was sagen wollen, sondern zu dem was Fritz so dazu meint. dann hätten wir das in unserem Blog geschrieben und eventuell einen Trackback zu Fritz' Blogeintrag gesetzt. sofern wir eben auf ihn reagieren UND ein Link zu ihm setzen. Einen Trackback auf Einträge zu setzen, die man im eigenen Eintrag NICHT verlinkt (Blogroll zählt nicht), gilt als SEHR unschön und könnte als Spam aufgefasst werden.
Wir erinnern uns: Der Trackback erzeugt im 'getrackbackten' Blogeintrag einen Link auf unseren Eintrag. Spammer benutzen diese Funktion oft, um ihren Suchmaschinenrang zu verbessern und Anti-Spamsoftware versucht das zu verhindern und solche Trackbacks zu blocken.

Kommentare
Kommentare, die nicht zu Sache sind, lediglich werbend oder beleidigend, löscht man. Das recht auf freie Rede hat jeder: im eigenen Blog. In anderen Blogs ist man Gast und benimmt sich wie ein solcher, wenn man wie einer behandelt werden will.

Gut, das waren jetzt ein paar Hinweise zu zwei an sich relativ ausschweifenden Themen. Fragen?

----
Was ist das hier?
-> Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Oliver Gassner

BlogCamp 3: Blogosphäre III - Übersichtsseiten für deutschsprachige Blogs.

Posted by Oliver Gassner • Monday, August 6. 2007 • Category: Weblogs
Wie man über die globale Blogosphäre den Überblick gewinnen kann haben wir in Blogosphäre II gesehen. Und wie sieht es mit deutschsprachigen Weblogs aus?

Hier gibt es (neben den schon besprochenen Blogsuchmaschinen) im wesentlichen drei Dienste, die sich kümmern:

1) http://Blogcounter.de
listet Weblogs nach Trafficmenge. d.h. wer viele Besucher hat steht oben. Dass dabei reine 'Spaßblogs', die zum Teil ethisch fragwürdig fremde Seiten framen oder Pornoblogs, oben landen ist die eine Sache, Blogcounter selbst geriet auch wegen Einbindung von Werbecode in den Countercode in Verruf, weswegen...

2) http://counter.blogscout.de
... gegründet wurde und einige prominente Projekte dorthin abwanderten (und z.T. wieder zurück). Dort werden neben reinen Trafficzahlen auch Toplisten der besucherreichsten Postings pro Monat angefertigt, so dass man bei Durchsicht dieser Hitliste relativ gut mitbekommt, was die Hauptthemen so sind. Man kann an den 'Mediadaten' der Blogs sogar sehen, wie hoch deren 'Suchmaschinenquote' ist, d.h. wieviel Traffic lediglich über Google & Co. kommt und was ihre Stammbesucherquote in etwa ist.
Inzwischen versucht der Blogscout auch die 'Kommunikationsaktivtät' eines Bloggers bzw. um ein Blog herum zu ermitteln, was ein lobenswerter Versuch aber eine komplexe Aufgabe ist.

3) Last but not least: http://deutscheblogcharts.de
... ist ein Auszug aus Technorati.com und erfasst deutschsprachige Blogs. Dabei wurden manuell Spamblogs ausgefiltert sowie durch 'Zufälle' hoch rangierende Blogs entfernt. (Auf manche Blogs zeigen Links aus Templates, weswegen auch bei technorati.com Ergebnisse verfälscht sind, wenn man sie nicht nachbearbeitet.)
Wie bei Technorati wird hier nach Anzahl der Blogs, die ein Blog verlinken, gewichtet und man hat eher eine Gewichtung nach 'Relevanz' denn nach Besuchermasse.

Grundsätzlich kann man natürlich die Hauptseiten der Blogplattformen ansteuern, also - um nur einige zu nennen:
http://antville.org
http://twoday.net
http://blogg.de (schon erwähnt, Betreiber ist Kunde von mir)
http://www.myblog.de/ap/weblogs.php
http.//blog.de
http://blogger.de
u.ä.
Dort sieht man meist in Tickerform, was gerade geschrieben wurde und man kann so durch zufälliges Surfen 'Blogperlen' finden. Manche Plattformen bieten auch interne 'Toplisten' nach 'Punkten' oder Verlinkungen an.

http://rivva.de verfolgt einen andere Taktik. Hier werden mittels einer Verlinkungsanalyse aus der 'Gesamtheit' der deutschsprachigen Blogosphäre 'heiße' Themen und Postings herausgefiltert. Rivva ist auch als Feed abonnierbar. Empfehlenswert, wenn man einen Überblick gewinnen will.

Ein Thema, das unter dieser Rubrik zu behandeln wäre, das ich hier aber überspringe ist: Wie viele Blogs gibt es (global, in den USA, in D/A/CH)? Das führt nämlich regelmäßig zu religiösen Diskussionen, ab wann ein Blog denn als 'noch existent' gelten soll. (1 Posting pro Woche oder pro Monat?) Irgendwas müssen wir ja auch für den Fortgeschrittenenkurs lassen.

Nach einer kurzen Exkursion ins Jurististische, wenden wir uns ein paar Blogtypen zu, werfen ggf. einen Blick auf das 'Backend' von Blogs und diskutieren unter welchem schönen Blognamen man wo anfangen könnte zu bloggen. (Bald ist ja schon die Hälfte des Kurses rum.)

***

Mehr zum Kurs:



Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Digitale Tage

BlogCamp 3: Blogosphäre II - RSS, ATOM, Bloglines und Technorati

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, July 24. 2007 • Category: Weblogs
Um zu verstehen was Bloglines und Technorati für die Blogosphäre leisten, sollte man ein erstes Verständnis davon haben, was RSS und ATOM sind.

Grob gesagt handelt es sich um separate Dateien, die an ein Blog oder an jeden beliebigen Newsdienst angegliedert sind und im so genannten 'Feed-Format' die aktuellen Inhalte des Angebots nochmals enthalten. Ich benutze in der Regel den Ausdruck 'Ticker' dafür, etabliert hat sich der Begriff 'Web-Feed'. Der ist aus verschiedensten Gründen ziemlich doof, auf die wir aber hier nicht eingehen. Ggf. in der Mailingliste ;)

Der Feed enthält also in einer Datei entweder die kompletten oder die gekürzten Inhalte des Weblogs.

Und was macht man damit?


Man 'füttert' diese Daten in einen Feedreader - das kann der Firefox sein, ich glaube der MSIE kann das jetzt auch, es kann ein separates Feedreader-Programm sein wie NewsBee oder eben ein Online-Feedreader wie Bloglines oder "Google Reader" (der über schlanke WAP-Seiten auch auf dem Handy funktioniert).

Und was hat man davon?

Man kann den Überblick über viele Nachrichtenquellen behalten OHNE dort hin surfen zu müssen. Der Newsreader überprüft alle paar Stunden, Minuten oder Sekunden (letztere beiden Optionen sind nicht so toll) die Inhalte der Feed-Datei und sagt Bescheid, wenn es was Neues gibt. Bisschen wie bei E-Mail.

Bloglines: http://bloglines.com

Elegant wird das nun, wenn man seine Feed-Daten auch durchsuchen kann (wie bei Bloglines).

Beispiel:
- Man hat 20 Literaturblogs abonniert
- Man wüsste gerne, wer die letzten Tage was über den 'neuen Walser' geschrieben hat
- also durchsucht man einfach die eigenen feeds (oder alle Feeds bei Bloglines) nach 'Martin Walser'.

Da inzwischen nicht nur Blogs sondern auch Zeitungen solche Feeds anbieten spart man sich einen persönlichen Ausschnittsdienst.

Ich selbst benutze Bloglines als Themendienst. d.h. ich gruppiere Feeds zu Themen wie 'iPod' oder 'Casemodding' in Untergruppen zusammen, und wenn jemand ruft: "Schreib doch mal was zu..." sag ich: kein Problem, schau in die Feeds und los geht es mit einem brandaktuellen Überblick was grade 'brennt'.

Oder, Beispiel Walser:
Wenn ich _immer_ informiert sein will, was zu einem Thema grade so geschrieben wird, kann ich auch einen 'Suchfeed' definieren. D.h. ich kann eine Suche zu einer Stichwortkombination abonnieren. als ich während der Buchmesse gebloggt habe, habe ich einfach das Stichwort 'Buchmesse' abonniert und hatte stündlich einen Überblick, welcher andere Blogger auch über die Buchmesse bloggt oder gar auf der Messe ist.

Mit Bloglines kann man zudem automatisch Blogrolls erstellen lassen oder Bloglinksammlungen zu Themen. Aber das ist schon eher wieder ein Fortgeschrittenenthema.


Google Reader

Ein weiterer beliebter Online-Feedreader ist inzwischen der Reader von Google.
Ich benutze ihn inzwischen hauptsächlich. primär deswegn, weil ich damit feeds beliebig 'taggen' und so in verschiedene Ordner gleichzeitig sortieren kann (also sowohl nach Themen als beispielsweise nach Region oder Priorität oder Sprache). er holpert hier allerdings etwas.
elegant ist, dass man über das Zusatzprogramm 'google Gears' den Google reader auch als Offlinereader betreiben kann. Das habe ich allerdings noch nicht ausführlich getestet und würde auch meinen Anforderungen kaum entsprechen, da ich _sowieso_ noch online muss um einen Beitrag zu bookmarken oder gleich zu verbloggen. Sobald aber alle Google-Applikationen via Gears zur Verfügung stehen, dürfte sich da einiges ändern.

Sowohl bei Google als auch bei Bloglines kann man seine Zusammenstellungen öffentlich machen und so eine Art Blog-Themenportal betreiben oder die Quellen einem Team zur Verfügung stellen. beide haben auch eine rudimentääre Funktion für das "Linkblogging" und erlauben es so, eine Art 'Digest' aus der täglichen Lektüre wiederum per RSS oder als Webseite anderen zu "zeigen".

Technorati: http://technorati.com

Technorati tut etwas ähnliches wie Bloglines. Allerdings ist es weniger ein offline-RSS-Leser, obwohl es sich inzwischen so benutzen lässt.
Es hat inzwischen so viele Funktionen, dass es etwas unübersichtlich wird.
Seine Hauptfunktion ist es, zu sehen, welches Blog sich auf welchen Eintrag in welchem anderen Blog bezieht. es beantwortet mir also z.B. die Fragen
- Wer hat sich zu meinem Blog anderswo geäußert?
- Wer hat in einem Blog diesen Blogeintrag von mir oder von jemand anderem kommentiert?

Man kann diese Informationen zwar in der Regel auch aus den Serverstatistiken oder aus Zähler-Skripten des eigenen Blogs zupfen aber per Technorati ist das deutlich einfacher.

Technorati erstellt aus den oben beschriebenen Daten zudem eine 'Liste der meistverlinkten Blogs'. Listet, welche Begriffe über Technorati aktuell am häufigsten gesucht werden und erstellt eine Hitliste der aktuell benutzen Tags. So kann man mit 2 Blicken auf Technorati sehen, was die (englischsprachige) Blogosphäre aktuell an Themen bewegt.

Bei Technorati kann man sich aufgrund der vielen darüber hinaus gehende Diensten ziemlich verirren. Tipp: Einfach mal einen der Dienste nutzen und sehen, was es sonst noch gibt.

Vorschlag: Registriert euch bei Technorati und Bloglines.
Abonniert bei Bloglines ein paar Blogs und sucht bei Technorati nach aktuellen Top-Themen oder schaut auch mal die 10 beliebtesten Blogs der Welt an.

Im nächsten Abschnitt zur Blogosphäre schauen wir uns an, was es in deutschsprachigen Bereich an 'Überblicksseiten' gibt.
Was ist das hier?

siehe: Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Digitale Tage

BlogCamp 3 - Blogosphäre I : Wie finde ich denn Blogs?

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, July 17. 2007 • Category: Weblogs
Zuerst zum Begriff Blogosphäre. Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff 'die Gesamtheit aller Blogs als Community (Gemeinschaft) oder soziales Netzwerk'.

Inwiefern das immer gilt, werden wir in den nächsten Teillektionen sehen.

Man könnte stattdessen sagen: Der Begriff Blogosphäre bezeichnet die Verbundenheit der Weblogs durch Kommunikation zwischen ihnen.

Früher wurde man immer gefragt: „Und wo ist der Eingang zum Internet?“ Dem entspricht heute die Frage: „Und wo finde ich sie, diese Blogs?“


Blogs finden 1.0

Die Antwort, die man zunächst immer gab, war:

Nimm eine beliebige Suchmaschine und gib ein Thema an, zu dem du ein Weblog suchst und kombiniere das Wort mit den Worten Blog oder Weblog, also (für fortgeschrittene Suchmaschinenbenutzer):

Themenstichwort AND (Weblog OR Blog)

Das führt fast immer zu Resultaten und ich fand auf diese Art sogar während eines Telefongesprächs über Blogs vor zwei Jahren mal ein Blog über Diabetes.

Übung: zu 2-3 eigenen Hobbies jeweils ein Blog finden und bookmarken ;-) (Tipp: Immer mal schauen, wann das Blog zuletzt aktualisiert wurde, wenn das letzte Posting 1 Monat oder länger her ist, lieber ein anderes suchen.


Blogs finden 2.0

Inzwischen haben sich nicht nur einige Dienstleister im Umfeld der Blogsuche etabliert, auch die größeren Suchmaschinen stellen eigene Blogsuchen bereit, die aber nahezu immer nur Teile der Blogosphäre abdecken.

http://blogsearch.google.com

http://news.search.yahoo.com/news/search?p=weblogs&c= (rechts)


Eine recht simple Art auf neue Blogs zu stoßen ist der Tickerdienst von http://weblogs.com/, der im Sekundentakt aktualisierte Weblogs verlinkt. Eine ähnliche Funktion hat http://blogger.com und die deutsche Seite http://blogg.de. (Der Betreiber von blogg.de ist in einem anderen Projekt mein Kunde.)

Dedizierte Blog-Erfassungsdienste wie Technorati.com oder bloglines.com schauen wir uns in Blogosphere II genauer an.

Eine gute Übung wäre, zu schauen, was sich zu den eigenen Interessen oder dem eigenen lokalen Umfeld im Blogs finden lässt.

***
Ein Einstieg in das BlogCamp, das bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter


Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Digitale Tage

BlogCamp 2/II: Blog-Anatomie: die Weblog-Seite

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, July 10. 2007 • Category: Weblogs
So, nachdem wir einen genaueren Blick auf die Dinge geworfen hatten, die einen Blogeintrag "technisch" ausmachen: Jetzt ein Blick auf die technische

Anatomie der Weblog-Seite

Gut, wir haben die

* Überschrift

mit einem manchmal mehr oder weniger originellen Weblognamen oder dem Namen des Autors. Ein Klick darauf, egal von welcher Blogseite, führt meist zur Startseite des Blogs (Oder ein Klick auf 'Home' oder 'Start' oder 'Blog' führt da hin.)

Manchmal gibt es auch noch einen

* Untertitel

mit einem originellen Motto oder Claim oder einer kurzen Themenbeschreibung.

Zur Navigation gehören dann oft folgende Elemente

* eine Blogsuche,

damit man nach Stichworten graben kann ('Was hat xy über eBay geschrieben?')

* ein Link auf das Archiv

des Blogs, damit man in die Vergangenheit surfen kann.

* eine verlinkte Kategorienliste

falls die Blogeinträge nach Kategorien sortiert sind kann man sich so die Artikel dieser Kategorie anzeigen lassen. Manche Blogsysteme erlauben mehrfache Kategorien pro Artikel, manche nur eine.

* eine 'Tag-Cloud' (Stichwort-Wolke)

Manche Blogsysteme erlauben die Vergabe von frei formulierbaren Stichwort-'Etiketten' (Tags) an Artikel. Und sie zeigen die Verteilung der Stichworte dadurch an, dass sie häufig benutze groß und selten benutzte klein in einer (oft alphabetisch sortierten) Stichwort-Wolke anzeigen. So kann man schnell sehen, mit welchen Themen sich ein Blog befasst und ein Klick auf ein 'Tag' liefert die dazu gehörigen Artikel aus.

Tags werden auch bei anderen Internetdiensten wie http://flickr.com, http://sevenload.de/ (unten rechts) und http://del.icio.us (Fettschrift statt groß und nur in der Ansicht als eingeloggter Nutzer) benutzt, um die Inhalte zu strukturieren. Dort (und rechts in diesem Blog) kann man auch solche 'Clouds' sehen.

Vor allem Flickr und delicious haben Tags und Tagclouds im Netz populär gemacht.

Relevant ist dann noch ein Link zum
* Impressum,

das möglichst so heißen sollte und nicht zu versteckt sein soll. Zum Impressum kommen wir später noch. Manche Blogs enthalten auch

* "Über mich"- oder "Über dieses Blog"-Links, die meist zu Kurzbios und kleinen Editorials führen.

Typisch für Weblogs ist noch die

* Blogroll,

die eine Link-Liste derjenigen Weblogs enthält, die der/die Blogger/in regelmäßig liest. Sie dient dazu, um Fans dieses Blogs andere eventuell ähnliche Weblogs zu empfehlen und hat u.a. die früher besprochen Suchmaschineneffekte zur Folge. Diesen Querlinks ist unter anderem das Entstehen von Kommunikationsbeziehungen unter Weblogs zu verdanken, eine Tatsache, die man auch als 'Blogosphere' bezeichnet -- und ein Stichwort, das im Zentrum der nächsten Lektion(en) stehen wird.

Und dann eines der wichtigsten Elemente für eine Blogseite (- wenn fast alles andere an Spielereien fehlt, das sollte sie haben):

* RSS- und ATOM-Links

Weblogs bieten so genannte 'Feeds' an, die in strukturierter Form (Autor, Titel, Text, Datum etc.) die Inhalte der Artikel enthalten, aber _ohne_ die Formatinformation. Diese 'Ticker' können mit 'Feed-Readern', Online-Diensten oder inzwischen auch mit normalen Browsern 'abonniert' werden.
Ein solches Abo hat den Vorteil, dass man nicht mehr aktiv nachsehen muss, ob das Lieblingsblog neue Artikel hat: Man bekommt sie einfach 'geliefert'. Der Nachteil ist... dass man manchmal sehr viele Artikel als Lesestoff geliefert bekommt.

Ein großer Online-Feedreader ist http://bloglines.com. RSS und Bloglines werden wir uns im Laufe des Kurses auch noch genauer ansehen.

Eine Weile hat es sehr viele Arten gegeben, wie man Feedlinks gekennzeichnet hat: meist durch orange Buttons mit den Aufschriften 'XML', 'RDF', 'RSS' oder 'ATOM' (Atom ist ein 'alternatives' Format zu RSS). Inzwischen hat man sich auf das Feed-Symbol geeinigt, das der Firefox-Browser benutzt: ein oranges, abgerundetes Quadrat, mit einem weißen Kreis unten links und davon nach rechts oben ausstrahlende 'Ringsegmente'. Bitte schön: RSS-Feed, Webfeed

Generell können Blogseiten noch viele andere Elemente enthalten. Manche Anbieter (wie upcoming.org oder qype.de stellen Bloggern spezielle Codeschnipsel ("Widgets" oder "Gadgets" genannt) zur Verfügung, die sie leicht in ihr Bloglayout einbauen können, um ihren Besuchern zusätzliche Infos und Dienste zu bieten.

Manchmal verlinken Blogger auch zu ihren Feed-Abos bei Bloglines, zu ihrer Linksammlung bei del.icio.us, zu ihren Fotos bei Flickr oder zu anderen Diensten oder Gruppen, bei denen sie Mitglied sind. Manchmal tun sie das mit speziell designten 'Mikro-Bannern', genannt 'Buttons'. Mit http://www.kalsey.com/tools/buttonmaker/ kann man sich auch individuelle Buttons bauen, z.B. Blogkurs-Button

Blogseiten enthalten auch manchmal 'unsichtbare' Markierungen, wie die Geo-Koordinaten ihres Besitzers (also: Längen- und Breitengrad in maschinenlesbarer Form im HTML-Code der Seite), mit denen es möglich ist, automatische 'Landkarten' mit eingezeichneten Bloggern zu erstellen. Vielleicht kommen wir noch dazu oder ich packe das in den Fortgeschrittenenkurs.

Zum Schluss kleine Übung:
* beliebige Blogseite suchen
* obige Elemente identifizieren
* Elemente suchen, die ich vergessen habe zu beschreiben ;)
* in der Mailingliste nachfragen (oder hier)

Fragen hierzu?

***
Ein Einstieg in das BlogCamp, das bis Anfang September dauern soll, ist auch während des Kurses noch möglich. Nähere Infos zur Anmeldung unter

Das Blog-Sommer-Camp 2007 - Digitale Tage

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