Zum Rossmann-Reverse-Shirtstorm (Interview mit Clemens Maria Schuster)
Posted by Oliver Gassner • Monday, July 2. 2012 • Category: Facebook
Oliver Gassner: Hi Clemens!Clemens Maria Schuster Hi Oliver
Oliver Gassner: Stellst du ich den Lesern bitte kurz vor?
Clemens Maria Schuster Gern. Mein Name ist Clemens Maria Schuster oder auch @hofrat, ich arbeite seit einigen Jahren im Bereich Online- und Social-Media-Kommunikation und habe mich vor allem im Bereich Social Strategie, Campaing bzw. dem damit verbundenen Changemanagement profiliert. So habe ich im Jahr 2011 die Schweizer NGO World Vision quasi von 0 auf einen zeitgemässen Auftritt in den Social Plattformen gebracht, dies sowohl nach aussen wie auch intern: Die Abteilungen Marketing, Kommunikation, Kundendienst, interne Prozesse sowie insbesondere die Projektarbeit in den Entwicklungsländern vor Ort waren davon betroffen.
Oliver Gassner: Wir hatten uns ja beim Baarcamp Bodensee kennen gelernt und grad stieß ich im "Rossmann-Scweiner-Backe-Shitstörmchen" auf ein Statement von dir. ich zitiere mal:
"Liebe/r Rossmann-Community-Manager/in/en, nachdem dieser Post grad auf Twitter die obligate Runde unter den Social-Experten macht, nehm ich das mal zum Anlass und gratuliere euch für eure Professionalität und eure gute Reaktion. Leider kann keiner von uns was für seine Fans..."
Oliver Gassner: Vielleicht sollten wir kurz klären, was da war: ein türkischstämmiger Vater postet auf der Rossmanseite zunächst mehr oder weniger Unverständliches durchsetzt mit Beleidigungen, man 'mache Werbung mit seiner Familie'. Rossman fragt sachlich zurück worauf er sich immer mehr aufregt und mit gerochtlichen Schritten droht und schließlich verständlich macht er habe ein 'Name_seines Sohnes gefällt Rossmann' auf seiner page gesehen zu einer Zeit wo sein 11jähriger Sohn - der einen Facebook-Account hat - Sohn angeblich schlief. Das war die Ausgangslage.
Clemens Maria Schuster Nun, was auf der Rossmann-Fanpage gerade passiert, könnte man quasi als einen umgekehrten Shitstorm bezeichnen. Die Community unterstützt - wohl angeregt durch meinen deutlichen Post - die Arbeit der Communitymanager. Umgekehrter Shitstorm deswegen, weil sich die Fans wohlwollend äussern statt dreinzuschlagen. Meine These, dass sich Communities bis zu einem gewissen Grad auch selbst regulieren, ist dadurch bestätigt worden. Personen, die sich als Troll verhalten, werden deutlich als solche markiert und ihren Argumenten wird keine Aufmerksamkeit mehr beigemessen.
Oliver Gassner: Was hätte das Rossmann-Team anders machen sollen?
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