Kalendermathematik: Chronik des XING-Testimonial-Skandals

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, March 2. 2010
Disclosure: Ich bin XING-Ambassador für Stuttgart und im Team der offiziellen XING-Seminare von Joachim Rumohr. In keiner dieser Funktionen werde ich von XING bezahlt. Über die internen Abläufe bei XING zu diesem Fall bin ich nicht informiert und habe auch mit keinem XING-Mitarbeiter darüber kommuniziert.
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An sich wollte ich ja zu Und es hat XING gemacht nicht arg viel mehr sagen als in dem Kommentar auf 'off the record': dass es doch schön ist, dass Mitarbeiter für ihre Firma sogar das Plakatgesicht hinhalten.

Beim Nachlesen diverser Blogposts ist mir nur aufgefallen:

Am 11.2. kündigt XING die Kampagne im Blog an: Und es hat XING gemacht. (bei der DLD hingen schon die Plakate.)
Update 3.3.: Am selben Tag kommt auch eine Pressemitteilung raus, die bis heute keinen Hinweis auf die Mitarbeitrerrollen der Fotografierten zteiugt, allerdings das etwas seltsame Staement enthält, Darüber hinaus wird in der zweiten Phase die Community mit einbezogen: Mitglieder werden die Möglichkeit haben, ihren eigenen persönlichen XING-Moment auf der Microsite hochzuladen und so Teil der Kampagne zu werden. was ja impliziert, dass die bisher abgebildeten Personen zumindest keine 'normalen' Mitglieder sind, sondern irgendwie besondere.

Update 3.3.: Am 11.2. um 13:15 meldet W&V die Kampagne. Die Version von diesem Tag ist im Google-cache der Mobilversion erhalten und hat keinen Hinweise auf die Rolle der Mitarbeiter. (Danke an Ralf D. für den Hinweis.) Dort heißt dann später in einer offenbar aktualisierten Meldung allerdings ganz ohne negative Bewertung: "Im ersten Flight fungieren Xing-Mitarbeiter als Testimonials. In den kommenden Wochen werden dann die Xing-Nutzer selbst in die Werbung mit einbezogen. " Das kommt offenbar nicht aus der PM, ist also wohl nachrecherchiert oder hat eine andere Quelle. WENN die PM so wie oben formuliert war, ist es natürlich eine nahe liegende Nachfrage zu sagen: "Und wer ist das dann da auf den Fotos, wenn es keine Mitglieder sind, die ja erst kommen?" Wenn dei Info von XING stammt, dann haben sie's zwar nicht selbst verbreitet aber immerhin nicht verschwiegen. Wenn die Info nicht von XING stammt, hat entweder jemand nen Tipp gekriegt oder fix recherchiert. Allerdings trägt der Text kein Autorenkürzel. Dass W&V da aber eine Info verbreitet, dei XING selbst nicht aktiv verbreitet, dürfte intern und bei der Agentur aufgefallen sein.
Der W&V-Artikel wird - wenn man nach ihm bei Google sucht - zwei mal aufgelistet, einmal mit dem Datum 11.2. auf der Kampagnentickerseite, einmal mit Datum 15.2. Es wäre also anzunehmen, dass der Artikel am (oder vor dem) 15.2. (vor rückfragenden Kommentar im Blog, s.u.) überarbeitet wurde.

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Robert Basic, Twitterverkauf und warum Twitter nicht skaliert (und eine Preisberechnung)

Posted by Oliver Gassner • Sunday, December 20. 2009
Was sind 5000 Follower wert? fragt Mario und beantwortet die Frage nicht ;).

Zuerst aber seine Erkenntnis (aus der Tatsache, dass nur 100 der 5000 auf ein Link von Robert Basic klicken):
Je weniger Follower man hat (d.h. auch, je eher man die Leute kennt, die einem followen und je eher man Spammer einfach blockt/meldet) desto eher klicken sie auf ein Link.

Irgendwie logisch.

Diese Erkenntnis ist ein Aspekt der Langform eines Satzes, den ich bisher eher (aber dafür häufig) gesprochen als gebloggt und erläutert habe:

Twitter skaliert nicht.

Damit st nur partiell gemeint, dass Twitter Schwierigkeiten mit ihren großen Datenbanken und ihrem 'Software-Tanker' hat.

Damit ist gemeint:

- Ich kann nur einer begrenzten und individuell verschiedenen Anzahl an Menschen wirklich aufmerksam "folgen".
- Ich kann, wenn ich viele Follower habe, nur bei einem geringen Teil von ihnen mit Aufmerksamkeit rechnen (und zwar offenbar mit einem je geringeren desto mehr Follower ich habe. Also grob gesagt: Wenn ich doppelt soviel Follower habe habe ich nur 1.25 mal mehr Aufmerksamkeit. (Nur als Beispiel)

Dass man mit Twitter (siehe DELL) Umsatz machen kann, ist unbestritten. Aber wer kauft sich einmal die Woche nen Laptop? So einem Account followt man, während man ein bestimmtes Kaufinteresse hat, und dann ist Schluss. Schuhe (Zappos) kauft man sich immerhin (je nach Genotyp ;) ) mehrmals im Jahr.

Das sind sozusagen 'Ausreißer'. Halbwegs sinnvoll sind Markenpräsenzen bei Produkten mit Erklärungs- und Suppoprtbedarf und bei eher Lifystyligen-Produkten, die in Handlungsumfelder eingebaut sind, also eher sowas wie Jack Wolfskin (uuuuh!), wenn ich davon ausgehe, dass die Leute das nicht nur tragen sondern auch auf Wald und Heide rumtapern und dazu Gesprächsthemen und Fragen haben.

Ich denken, dass sich Twitter eben eher für Gespräche, Support, Kundenbindung und Marktforschung eignet als als Saleskanal.
Das sehen nur die Twitterspammer anders.

Was dann so ein Follower wert ist, ist sicher komplexer zu berechnen:

Ein Faktor ist sicher die Quote an Klicks (sozusagen der Beweis, dass da ein Mensch liest und auch mal nachsieht). Mario hat sehr schn gezeigt, wie man sowas berechnen und hochrechnen kann. Das kann man ggf. sogar automatisieren.

Ein weiterer, wie diese Klicks konvertieren (da hätte ich ja gern Zahlen bei DELL ;) ) und wie oft pro User. (Das wäre nur auswertbar, wenn man per DM kommuniziert, was von allen Empfängern als extrem Spammy wahrgenommen wird.)

Die Retweet-Quote und die damit erweiterte Reichweite wäre erneut spannend. Dummerweise kann man dann die Klickquote nicht separat auswerten (in 1-Level-Klicker und Retweetklicker).

Ein weiterer, softer, Wert, wäre, wie viele der Empfänger überhaupt aktiv twittern (und in welcher Frequenz) und damit auch nur potentiell auch eine Message lesen ohne zu klicken. (Nenne wir das mal die 'potentielle Zielgruppe für Branding/Awareness'.

Man kriegt ja für Tweets keien PI, d.h. man weiss nicht, wie viele Augenpaare überhaupt au einen Tweet geschaut haben. (Die Einbledungen in Apps a la Tweetdeck kann man ja dann ggf hochrechnen.)

Spannend wäre auch zu wissen: Wie viele meiner Tweets tauchen in definieren Suchen auf und wurden diese Suchen überhaupt abgerufen?

Oder: Deckt sich der Keywordmix der Leute, die mich "lesen", überhaupt mit dem der Zielgruppe, die ich erreichen will?

Aus all diesen Faktoren müsste man dann einen hypothetischen Wert für die PI und 'Cent/TKP' ausrechnen, der wohl dann irgendwo zwischen 1 Cent und 100 EUR liegt ;)

Nimmt man den CT, dann misst man eben nur einen gewissen Teil der PI.

Der Wert von grob 100 Klicks bei 5000 Followern wäre ja auch weiter zu modifizieren mit der Anzahl der Tweets bzw. Links/Tag

Nimmt man irgendwo zwischen 5 und 50 Cent pro Klick (vergleichbare mit Adsense, also sagen wir im Schnitt grob 25) wären die 100 Klicks immerhin 25 EUR Wert. (wenn, wie gesagt, sie am ende konvertieren.)

Bei sparsamen 10 Links am Tag (und der Hypothese dass die Klickfreudigkeit nicht unter die 100 fällt bei der Masse)käme wir auf 250 EUR/Tag und wenn wir sa+so Rauslassen auf 5*52*250 = 650065000 EUR/Jahr.

Was war noch mal der übliche Preis? 3 Jahresumsaätze?

D.h. wenn alle Quoten und Followerzahlen gleichblieben haben wir hier 19.500195.000 EUR als Kafpreis, der rein (und unter den ganzen Hypoteischen Milchmädchenrechungen von oben) die Klickwertigkeit des Angebots abbilden würde.

Das multipliziert man dann mit dem Faktor, den man als Werbeeffekt in den Bereichen Branding/Aufmerksamkeit ansetzt. Ob das dann mal 1.5 oder mal 5 ist, ist dann wahrscheinlich Geschmackssache. (Spannend wäre z.B. zu hören, ob sich der Verkauf von basicthinking.de auf Markenbekanntheit oder Umsätze der vKäufer ausgewirkt hat.)

Und noch ne Bemerkung zum Schluss: Kaum einer erwähnt den Punkt, dass Twitter ja selbst kommentiert hat, dass sie den Verkauf von TwitterIDs nicht gern sehen. Der PR-Wert wäre dann dennoch gegeben: "Firma XY kauft Twitteraccount... und Twitter schließt ihn."

Die ethischen Bedenken übrigens wegen eines solchen Verkaufs diskutier ich gern in den Comments ;)
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Update: Zhalen waren um Faktor 10 zu klein und es fiel erst auf, als d3er account nuicht verkauft wurde. Aber der 'eigentliceh' wert ist der 'Buzzwert' für Robert Baasic und für den Käufer, insofern ist eine PI/Klickbasierte Rechnung ohnehin wenig sinnvoll. ich bin oben lediglich dem Modell von Mario gefolgt und hab mal hochgerechnet, was wäre, well Linkclickzahlen relevant wären.
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Und in der Mitte steht ein Blog

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, December 1. 2009
"In many cases a well-developed blog is the most important aspect of a social media marketing effort. The hub of a brand's social media presence should be their blog since it provides conversational social media content, as well as plenty of opportunities to integrate other social channels." sagt Social Media Exp... Autor Dan Zarella im Interview.

How to Use Social Media

Die Gründe die er nennt, sind stichhaltig, verdienen aber Vertiefung und Erweiterung.

Erst eine Story:
Kürzlich sprach mich eine PR-Frau für einen Verlag via Skype an. Was sie genau wollte, weiß ich nicht genau, jedenfalls bot ich ihr an, ihr beim Thema Blogger-Relations etwas auf die Sprünge zu helfen.Ihre Antwort war (etwas unzusammenhägend): "Wir bloggen auf Twitter und Facebook."
Das war die Stelle, wo ich den Skypechat kommentarlos beendete. sonst hätte ich eventuell unhöflich werden müssen, oder zumindest undiplomatisch.

Warum ist ein Blog zentral und warum kann man bei Twitter und Facebook (oder XING oder sonstwo) nicht bloggen?

Nur auf einem Blog habe ich die Kontrolle über diverseste Faktoren
- Monitoring (Visits, PI, Referrer, Backlinks, Suchkeywords)
- Layout und Zugang (incl Widgets, Integration von Facebook Connect, OpenID etc.)
- Backup (Wer backupt wie seine Facebook-Konversation?)
- Linklove (schon mal versucht, ein google-ranking-relevantes Link von Twitter aus zu legen? Have fun.)
- Integration von Video und Audio mit Javascript-Player (Ja, wenn alle User Powertwitter installiert haben ....)
- Podcasting via RSS-Attachment
- Komplette Inhaltskontrolle (es wurden schon Twitteraccounts über Nacht geschlossen...)
- Komplette Kontrolle über Spam und Kommentarmoderation
- Komplette Kontrolle über ggf. selketive Googleindizierung (was Wenn sie einer wegen nem Tweet abmahnt? Einen Blogbeitrag kann ich auf der eigenen Domain aus dem Google-Cache wieder entfernen lassen. Der gelöschte Tweet verschwindet NICHT mal in der Twittersuche.)

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Selbst bei den meisten der mir bekannten gehosteten Blogdiensten kann man jederzeit auf den Exportknopf drücken und seine Inhalte samt Kommentaren auf eine Nachbarplattform oder das selbstgehostete Blog umziehen.

Wo bitte exportiere ich meine Tweets und mine Facebookdialoge?

Kürzlich verwies mich jemand in einer Mail auf einen seiner Blogbeiträge, aus dem Jahr 2003.
Findet jemand meinen 10. Tweet aus dem Dezember 2006?
Und warum nicht? Was ich da gebloggt habe, ist wunderschön zugänglich.

Sowohl für private als auch für geschäftliche Zwecke führt an einem Blog als Zentrale für Gespräch kein Weg vorbei. Das wäre, als hätte man als Firma nur Zettelverteiler auf der Straße aber kein Büro, keinen Laden.
Wo soll man denn diskutieren, wenn auf Twitter der Platz nicht reicht? Was ist mit den 1 Woche alten Gesprächen auf Facebook? Wie kommt man an die komfortabel dran? Laufen sie überhaupt so lange? Findet man sie noch?

Beim Aufstieg der Wikipedia und von Youtube haben Blogs einen zentrale Rolle gespielt (ich erinnere mich noch an das Linkspiel, so lange die Wikipediaseite zur NPD zu verlinken, bis sie vor der Page der Partei bei Google stand). sie werden auch bei weiteren entwicklungen im Social Web die Speerspitze bilden.

Microblogging und leichtgewichtige Blogapplikationen wie Posterous, Tumblr und Soup.io sind sympathisch und senken den Aufwand, den man treiben muss, um 'ins Internet zu schreiben'. Dass man bei facebook alle Kontakte bereits als Zuhörer hat und sie nicht erst ein Blog abonnieren müssen, ist auch prima. (Friendfeed? Hat jemand Friendfeed gesagt?)

These zudem: Je einfacher das Publizieren ist, desto eher lässt man einen Kanal auch verkommen. war ja keine Arbeit. Bloggen ist einfach, aber nicht zu einfach. Und es ist ein digitales Zuhause.

Ernsthafte Gespräche und Lernerfahrungen finden auf jenen Plattformen, soweit ich weiß, nicht statt.
Ich hab es probiert (Ich hatte auch im Bitnet Relay Chat 1988 schon Diskussionskanäle über den Sinn des Lebens), es geht, aber es ist recht mühsam.

Noch eine Story zum Abschluss.

Der sehr geschätzste Stowe Boyd hielt beim ConventionCamp 2009 ein Plädoyer für das Streaming (meinend Tumbl etc. Nicht Video.) als die Zukunft des Onlinedingsbums, Er schlug vor , ein rotokoll zu entwickeln, das Stremingdienste zueinander kompatibel macht (Super Idee, aber Blogs sind das schon via Trackback). Und dazu... schrieb er dann einen Blogartikel, erklärte er. Bingo.

Für Diskurs und auch morgen noch zugängliche Erfahrungsprotokolle, für länger andauernde Gespräche im Netz gibt es 2010 und danach nur ein Medium: Blogs.

***
Updated.

Dies ist ein Beitrag zum Blogadventskalender

Viele Follower bei Twitter bekommen?

Posted by Oliver Gassner • Thursday, October 29. 2009
Immer wieder verwechseln Leute Twitter mit Werbefernsehen und bieten an, durch irgendwelche obskuren Dienste zu vielen Followern zu kommen. Zum Beispiel heute Nacht dieser hier:


Keine Ahnung wie lange es gedauert hat, aber 11 Stunden nach diesem Tweet (und wahrscheinlich ein paar zu vielen ähnlichen) jedenfalls war der Account 'suspended'. Also es wird untersucht ob es sich um einen Spammer handelt. Wenn ja: wird der Account gelöscht.

Twitter ist für Status und Gespräche. Nicht dafür, einen behämmert großen Verteiler mit irgedwelchen Leuten aufzubauen.
Wer es so verwendet, verschwendet nur seine Zeit, weil er kurzfristig als Spammer blockiert wird und ggf. langfristig Imageschaden für sich und seine Firma einfährt. (Mit einigen bekannten Blogspammern reden viele Leute auch heute noch nicht...)

Also, aufschreiben: Twitter (und Social Web überhaupt) ist für Qualität, nicht für Quantität.
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Sex-Buch an der Schule, IHK im Internetz, Web 2.0 am Arbeitsplatz - links for 2009-10-29

Posted by Oliver Gassner • Thursday, October 29. 2009
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10 Pip.io Einladungen zu vergeben

Posted by Oliver Gassner • Thursday, October 29. 2009
Tja Pip.io ist komplex zu beschreiben:
- Activiystraem mit Kontakten
- das selbe für Twitter und Facebook
- Schnittstellen zu Youtube und anderswo
- am interessantesten: eine Gruppnfeature für 'separate/private' Diskussionen (sdas wofür ich bisher Skype Texctchatgruppen benutzt habe)

Na, ich hab jedenfalls 10 Invites, wer einen mag, meldet sich bitte mit valider Mailadresse in den Kommentaren.

GTD-Tipps, Personensuche & Datenschutz - links for 2009-10-28

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, October 28. 2009

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