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Kleine Typologie des Kommentarspams - und ein Vorschlag

Posted by Oliver Gassner • Thursday, December 11. 2008
Unter
XING - - Business Weblogs - Artikelbaum "Bezahlte Blogkommetare - hat das Zukunft"
entspinnt sich gerade ein kleiner Dialog über Kommentarspam durch "Agenturen".

Meine Einlassungen dazu auch hier:

a) Leute mit komischen Namen (SEO) - wenn der Kommentator 'Versicherung' oder "Liegestuhl" heißt, wird fast jeder Bloger wach und haut das weg. Ich gehe dann soweit, den Kommentar stehen zu lassen, das Link 'kaputt zu machen' und eine Antwort dazuzuschreiben. auf deise Art schießt sich der SEOler selbst ins Knie, weil er meinen PR nicht bekommt und das Keyword ggf. bei mir endet. Da ich ich ins Link meist nur ein x oder einen * einbaue, ist trotzdem noch sichtbar, wer der Spammer war -> im Idealfall Reputationsverlust.

Hier gehe ich auch so weit und rufe/maile auch mal den Kunden, zu dessen "Vorteil" da gespammt wurde an und frage ihn, ob er weiß, was seine Agentur da macht. In der Agentur war es dann immer ein "Praktikant" oder in einem Fall auch ein "Mitbewerber, der einen japanischen Server gehackt hat" (hä?) - Den meisten Kunden ist das rechtliche Risiko einer solchen Vorgehensweise übrigens nicht ganz klar.

b) Leute wie oben, mit normalen Namen aber einem Link auf ein Nicht-Blog und meist auf eine Seite mit klar kommerziellem oder SEO-Background.
Ich verfahre dann wie oben.

c) Kommentar-Postings von türkischen Webmastern unter ein Twitter-Posting von mir, die sich alle nur mit "Thank you" äußern. da ich die Pages nicht beurteilen kann, hau ich das fast immer komplett weg.

d) Kommentare ähnlich wie b) die auf extrem kommerzialisierte und manchmal klar SEO-motivierte Blogseiten linken - falls die dann auch noch 'automatisch befüllt' werden, kann es schon mal passieren, dass ich auch mit einem Beitrag reagiere. Link wird de-valuiert, Kommentar bliebt ggf. zur Dokumentation stehen.

An sich verfährt wie oben oder ähnlich fast jede/r aktive BloggerIn. allerdings gibt es das Problem der Tausenden und Millionen 'toter' Blogs. Die entwickeln sich langsam zum Grab für Spamkommentare und kein Mensch guckt danach.

An sich bräuchten Blogs bei denen sich jemand 1 Monat nicht ins Backend einloggt eine Art 'Sicherheitssperre, so dass dann automatisch Trackbacks und Kommentare auf moderiert gestellt werden.

Das Hauptproblem bei dieser art von Spam ist übrigens, dass Leute, die auf einen Haufen solcher unmoderierter Blogs stoßen keinen besonders günstigen Eindruck von diesem Kommunikationsmittel haben. was ungerechtfertigt ist.


Kommentarspam-Policy

Posted by Oliver Gassner • Thursday, February 14. 2008
Wegen der Diskussion hier im Literaturwelt-Blog (unten bei den Kommentaren) wollte ich mal ein Projektchen verfolgen, das ich seit ner Weile rumschleppe.

Das Problem sind aktuell manuell abgesetze Spams mit minimalen Zusammenhang mit den POstings. D.h. es wird in der tat inhaltlich regaiert. Als Kommentatoren-URL wird idR ein deep Link auf eine Kommerzpage, meist ein shop oder eien andere googletechnisch zu optimierende Seite gesetzt.

Plan:

a) Genauer zu eruieren, inwiefern durch Posten eines Kommentars ein Vertrag wg. Werbung zustandekommt
b) zu überlegen, wie eine entsprechende Policy zu formulieren wäre

Bei a) bin ich im Dialog mit einem (sehr netten) bloggenden Anwalt bisher gescheitert. Aktuell beobachten die Leute, ob Mario Sixtus oder die Blogbar in der Tat von Zahlungseingängen berichten. ich habs nicht im Blick.

Für b) hätte ich folgenden Vorschlag  


KOMMENTAR-POLICY


§1
Wirklich gerne gesehen sind Links nur auf (gerne Firmen-)Blogs und persönliche Homepages

§2
(Deep-)Links auf Webseiten
- die Spamblogs sind oder so wirken
- die keine Weblogs sind oder
- keinen erkennbaren Zusammenhang mit dem Blogposting oder der Antwort aufzeigen
werden als kostenpflichtige Werbung behandelt. Siehe Preisliste. werden auf dieses Posting umgeleitet oder anderweitig unbrauchbar gemacht

§3
Hinweise auf Konkurrenzprodukte der in einem Artikel oder in Kommentaren erwähnten Angebote sind nur ohne aktive Verlinkung erwünscht.


Wackelig ist es bei den Firmen- und Spamblogs.
Hauptziel ist allerdings nicht, das Cash einzusammenln sondern den Leuten das Blogspammen auszutreiben.
Wenn NUR ICH das mache, dann zucken die nicht, wenn das aber in *.de 50 oder 100 Blogger mit PR 3+ machen, dann bricht denen garantiert der Schweiß aus.


Ich bin aktuell übrigens auch wieder im Dialog mit einem Kunden eines SEO, für den jetzt schon vermehrt bei mir gespammt wurde. Doesmal hat er sowohl den SEO als auch dessen Dienstleister angerufen. LUstigerweise hatt5en dei wieder 2 verscghiedene Erklärungen, wie es dazu kam. U.a. die Praktikanten-Nummer.



Also konkret:
- sind obige Regeln halbwegs wasserdicht?
- wie wären Sie zu kommunizieren?
- wer hat WIRKLICH schon Geld von Kommentarspammern eingesammelt?

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