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Schreibtipp 3: Mindmaps

Posted by Oliver Gassner • Monday, April 21. 2008
Rechts in meiner Seitenleiste habe ich seit kurzem ein Widget, mit dem man sich hier Themen wünschen kann. Das am häufigsten genannte Thema war 'better writing'. Also hier eine kleine Serie dazu.

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Tipp 3: Mind-Maps

An sich ist das weiße Papier für die schreibenden weniger Angstmacher als Herausforderung. Allerdings wird die negative Wirkung des leeren Papiers immer mal wieder ins Feld geführt, wenn von der berühmten 'Schreibhemung' die Rede ist.

Nun mag jene Hemmung eintreten, wenn es darum geht, gleich ein Romankapitel oder eine wohlgerundete Kurzgeschichte aufs Papier zu werfen
wer aber einfach mal ein Stichwort oder Thema sprachlich zu durchleuten beabsichtigt, kann es ja mal mit folgender Abwandlung der Mind-Map-Technik versuchen:

(Wobei es wichtig ist, zwischen den Worten Linien zu ziehen und um die Worte Kreise zu malen, auch keline Bildchen sind, so Talent vorhanden, erlaubt, den das bringt die 'Worthälfte' und die 'Bildhälfte' unseres Gehirns zusammen und erlaubt uns sozusagen auf '2 Zylindern' kreativ dahinzutuckern.)

1) A4-Blatt quer nehmen und in dei Muitte ein wort schreiben, sagen wir (auch wenn es beim Blick nach draußen schwer fällt), "Frühling". Kreis drum malen und mindestens 6-8 "Sonnenstrahlen", die davon weg führen (aber nur etwa so lang, dass außenrum noch genügend Platz ist).

2) Nun wird das Blatt 'geviertelt', ein senkrecht stehendes Kreuz teilt es in vier Teile. An den Rand schreiben wir jeweils in dei Viertel:
- Nomina/Hauptwörter (oben links, also: Haus, Baum)
- Adjektive/Wie-Wörter (oben rechts, also: schön, grün)
- Verben/Tunwörter (unten rechts, also: klettern, abuen)
- Adverbien (unten links, also: (rennt) schnell, (klettert) geschickt)

3) Jetzt füllen wir mindestens 2 Strahlen pro Viertel mit passenden Wörtern in der richtigen Wortart auf, also z.B. Hase, Nest, Ostern, schnell, rennt, versteckt, hastig, braun, grün etc. es düren so viele Strahlen pro Viertel sein, wie Platz ist. (Man kann sich auch vorher schon A3-Blätter basteln ;) )

4) Jetzt kriegt jedes Wort des 'ersten Rings' nochmal einen (oder mehrere) Strahlen zum Blattrand hin und wird mit neuen Worten, gern unabhängig von ihrer Wortart aufgefüllt.

5) An sich sollten wir jetzt genügen 'Material' für zumidnest einen kleinen Text zusammen haben. Ja? Nein? Wenn uns jetzt nichts zu schreiben einfällt, haben wir wirklich ein Schreibblockadenproblem, wir geben der Übung den 'Dritten Grad'.

6) Blatt so kleinschippeln, dass auf jedem Fitzelchen eines der Wörter steht. In einen Behälter (Hut, Sack, ...) werfen und je nach Textziel werden jetzt zufällig Worte gezogen und auf ein 'Entwurfblatt' geklebt:
- für ein Gedicht jeweils 3 Worte in eine Zeile sortieren
- für einen Prosatext jeweils 4-5 der Worte einem (Ab-)Satz zuordnen

7) Gedicht oder Prosatext schreiben (das Gedicht muss sich nicht reimen ;) ), in dem in der Zeile oder in dem (ab-)Satz jeweils die gezogenen Wörter vorkommen. wenn jetzt die eigenen Gedanken "fliegen", kann man sich von der Übung auch absetzen oder Wörter zwiscehn zeilen und Absätzen austauschen (wobei zu vermeiden wäre, dass das, was vorher an einem Strahl hing im Text zu nah aneinander vorkommt) und 'Schummeln'. wenn es weiter schwergängig bleibt: an der Übung dranbleiben.

Gratulation: 2 oder mehr leere Blätter sind jetzt voll und der Schreibblockade ist ein Schnippchen geschlagen.

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Folge 1: Schreibtipp 1: Der Notizblock
Schreibtipp 2: Lesen, lesen, lesen

links for 2008-04-20

Posted by Oliver Gassner • Sunday, April 20. 2008

Schreibtipp 2: Lesen, lesen, lesen

Posted by Oliver Gassner • Sunday, April 20. 2008
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Tipp 2: Viel lesen

An sich klingt es nur widersinning und ist es keineswegs: Wie soll man schreiben ohne gleichzeitig viel zu lesen?

Die Gründe sind vielfältig.

Das Gelesene kann sowohl zur Nachahmung inspirieren - daraus folgen dann eher Übungsteste als Publizierbares - als auch Absetzungsbewegungen provozieren: "Das möchte ich anders machen. Das kann ich besser."

Natürlich erweitert es Wortschatz und Stilrepertoire und, so man sich den Lesestoff nicht aus den Drehregalen des Bahnhofskios besorgt, die Kenntnisse über aktuelle und vergangene Literaturströmungen.

So man Sachtexte verfasst und ebensolche liest, wäre damit auch sichergestellt, dass man nicht auf einem alten Stand versauert.

Wenn man, beispielsweise akls Krimi- oder SF-Autor, eine breite Kenntnis im eigenen Genre aufzuweisen hat, ist man zumindest eher davor gefeit, frühere und allbekannte Plotlinien neu aufzuwärmen und sich einzubilden, man sei als erster darauf gekommen, den Erzähler zum Mörder zu machen und das erst auf der letzen Seite zu verraten.

Flapsig könnte man sagen: "In der Zeit, in der man gute Texte liest, schreibt man schon keine schlechten."

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Folge 1: Schreibtipp 1: Der Notizblock

Schreibtipp 1: Der Notizblock

Posted by Oliver Gassner • Saturday, April 19. 2008
Rechts in meiner Seitenleiste habe ich seit kurzem ein Widget, mit dem man sich hier Themen wünschen kann. Das am häufigsten genannte Thema war 'better writing'. Also hier eine kleine Serie dazu.

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Tipp 1: Der Notizblock.

Angeblich wurde Paul Auster zum Autor, weil er es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, Schreibzeug dabei zu haben. (Er war einmal einem Baseballstar begegnet, der ihm mangels Schreibzeug kein Autogramm geben konnte. Voll das kindliche Trauma, ey.)

Das mag minimal überzeichnet sein, aber grundsätzlich ist es empfehlenswert IMMER UND ÜBERALL und so meine ich es ;) ) etwas dabei zu haben, auf dem man eine Formulierung, eine Idee, ein Konzept, eine Feststellung oder einen Fund oder ein Rechercheergebnis notieren kann. Und natürlich den passenden Stift.

Während die einen (wie Hemingway und bruce Chatwin) auf Moleskin-Notizbücher schwören und ihre konttemporären nachfolger dazu einen 'Space Pen' packen, setze ich seit über seiben Jahhen auf einen PDA bzw. ein Smartphone. Da kommen notizen rein. ich scheribe sogar auf Presseterminen auf dem PDA mit. Ist Übungssache.

Und das Ding kommt auch mit auf die Toilette und liegt nachts neben dem Bett. So kann man sich jederzeit... erleichtern... und mit dem fortfahren, womit man gerade... beschäftigt ist.

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man Nachts eine Idee hat - oder mal zwischendurch - die man ganz prima findet und niemals glaubt, vergessen zu können. Nur um am nächsten Morgen oder zwei Stunden später eines Besseren belehrt zu werden.

Zudem hat nicht nur der Alien-Designer HR Giger (er heißt übrigens Hans-Ruedi ;) ) aus seinen (Alp-)Träumen geschöpft, manchmal träumt man komplette Plots oder Storyideen udn wenn man diese (SOFORT nach dem Aufwachen, nach dem Zähneputzen ist es zu SPÄT) festhält, nutzt man seine Kreativgehirn auch im Schlaf.

Zudem schläft man auch besser, wenn man sich 'Einschlafideen' aus dem Hirn schreiben kann.

Traumnotizen sollte man übrigens so ausführlich wie möglich machen. Ich hatte mal Träume nur halb stichwortartig notiert und habe keine blasse Ahnung mehr, wer mit 'A.', 'B.' etc. gemeint ist.

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Wie ist eure Erfahrung mit dem festhalten von Ideen? Was vergesst ihr? Was nutzt ihr?

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