Keine Zeit zum Bloggen, Gibson über Google, Lobenswerter Digitaljournalismus - links for 2010-09-02

Posted by Oliver Gassner • Thursday, September 2. 2010
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  • Meine Replik auf das Zeitargumnent: "Im Radio laufen nicht nur 3stündige Opern oder abendfüllende Hörexperimente, im der Zeitung stehen nicht nur fünfspaltige Undercoverreportagen. Will sagen: Ein Blog ist ein Logbuch. Mal ist lange und komplexe Gedankengänge zu 'loggen' mal nur der Fund eines guten Artikels anderswo. Wenn man in der woche 3 Kurze notizen bloggt und alle zwei Wochen sich mal echte arbeit macht für etwas, das man 'sowieso mal klären' wollte, dann genügt das vollkommen. Ich betrachte auch ein Blog nicht als 'extzra Arvbeit' sondern als ein Medium, das ich zum Arbeiten benutze, so wie ein Schreibblock, ein Telefon oder eine Kalender. Mein Blog ist ein Werkzeug, in das ich Gedanken und Funde notiere und in dem ich mal kurze und mal längere Gedanken kläre - und das beides im Dialog mit meinen 'peers'. Ich wüsste nicht, wie man heute ohne ein Werkzeug auskommen könnte, das so etwas tut."
  • William Giobson über Googfle: Do we really desire Google to tell us what we should be doing next? I believe that we do, though with some rather complicated qualifiers.
  • lobenswerter digitaljournalismus
  • My comment: "Allen also recommends using a ‘to read’ pile (for stuff that is noit actinonable). in my mail I installed this by sorting newsletters etc. in a separate pile. I also have stuff that I automatically sort into a ‘noise’ category, meaining: not spam but stuff I only need to look at if I have the time and (low ) enegery. OK, sometimes actions might come from there (just as they may come from my brain). But then if I had never read or subscribed to that newsletter I’d still have a days’ work left In this respect some automati"

Die Thesen von Max Otte: Hilft der Staat aus dem Informationscrash?

Posted by Oliver Gassner • Saturday, July 17. 2010
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Schon am 18.4. hat Max Otte (der dem selben letzten geburtenstarken Jahrgang angehört wie ich) in einer Aula-Sendung ein paar spannende Fragen aufgeworfen und ein paar wilde Thesen lanciert.

Ich fasse mal in meinen Worten und etwas pointiernd zusammen:
- Verpackungschaos, staatlicher Rückzug in die Regellosigkeit, Internet, SEOs und Google erzeugen massive Unübersichtlichkeit und Desinformation.
- Der Staat ist dazu aufgerufen, zu regeln, der Bürger ist dazu aufgerufen den Staat und seine Beamten (deren Dienst attraktiver werden muss) zu respektieren
- Der Einzelne soll auf Informationsdiät gehen und mehr Bücher lesen statt Radio hören, fernsehen und (täglich) Zeitung zu lesen. Und Wikipedia ist schon mal prima aber Brockhaus ist besser, während Bürgerjournalismus auch keine Lösung ist.


Zu diskutieren wären z.B.:

- Sind Staatsregeln und respektiertes und gut dotiertes Berufsbeamtentum unsere einzige Rettung vor der Unübersichtlichkeit?

- Liefert uns Google den Heerscharen der anonynmen SEOs aus?

- Können wir uns gegenseitig die Welt erklären oder brauchen wir dazu Buchautoren (d.h. Verlagsfilter und Finanzhürden vor der Publikation)?

- (Was) Gewinnen wir, wenn wir nicht täglich am Nachrichtentropf hängen, sondern das Weltgeschehen aus dem Augenwinkel beobachten und eher gut abgehangene News konsumieren?

Ich fände es spannend, das gemeinsam zu besprechen. wer macht mit?

Audio hier:

SWR2 Wissen: Aula: Weniger ist mehr - SWR2 :: Programm :: Sendungen A-Z :: Wissen | SWR.de

MP3 Link direkt

-> Buzz Diskussion zu diesem Eintrag

WM-Song: Lass die Finger von der Vuvuzela

Posted by Oliver Gassner • Sunday, June 13. 2010
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Hier lang: Bremen-Vier-Mediabox (leider nicht einbindbar).

Zitat:
"wenn ich noch einmal höre
dass du die Tröte spielst
dann hau ich dich
ich schwöre
solange bis du schielst"

Ah, youtube...

Social Network Statistics & the Open Social Web - links for 2010-05-23

Posted by Oliver Gassner • Sunday, May 23. 2010
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Entrepreneurship, Twitterwall & GTD Software - links for 2010-03-02

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, March 2. 2010
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Social Media, Social Networking und Social Web: Annäherung an eine Definition

Posted by Oliver Gassner • Monday, March 1. 2010
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Nach 'einteilung social media' hat gerade jemand gegoogelt und ist hier gelandet.
Ein willkommener Anlass mal aufzudröseln, wie ich das unterteilen würde.
(Ich spare mir mal den Blick zur Wikipedia, da ist das sicher schön aufgeschlüsselt, aber ich habe ohnehin ein Problem mit der allseitigen Verwendung der Begrifflichkeiten.)

Zuerst die veralteten Begriffe oder die, die nichts Rechtes bedeuten.

Social Software nannte man es anfangs und die Grobdefinition 'Software, die drei Personen anders behandelt als zwei' ist schön abstrakt und gilt für eine ganze Reihe Software, die auf Desktops in Netzen oder eben im Internet herumschwirrt. Nach dieser Definition fallen auch Mailinglisten oder Foren fast schon darunter, was nicht ganz unerwünscht ist.

Web 2.0 ist ein Begriff, den Tim O'Reilly nur ungenügend definiert hat - wie ich an anderer setelle belegt habe ist es GAR kein Begriff, der irgend etwas Bestimmtes bezeichnen würde, zumindest nicht so, wie er eingeführt wurde. OReilly hat ihn eher durch eine Art Tag-Wolke beschrieben und mehr als 'irgendwie was Neues im Netz' schien es nicht zu bedeuten. David Weinberger verengte dann den Begriff (Z.B. in seinem Aufsatz in "Die Kunst loszulassen") auf die schöne Kombination aus User Generated Content und Intreroperabilität von Applikationen (durch RSS, APIs etc.). Diese Definition hat den Vorteil, dass man etwas auf den Seziertisch legen kann und eine Checkliste aufmachen kann: Gibt es UGC? Check! Gibt es Interoperabilität mit dem Rest des Netzes (jenseits von Links ;) ). Check! Also isses Web 2.0. Wenn jemand von mir in Zukunft Web 2.0 erklärt haben will, werde ich genau diese Definition verwenden, sie ist transparent und einfach zu checken.
->

Continue reading "Social Media, Social Networking und Social Web: Annäherung an eine Definition"

ARD und ZDF und die brennende Stadtbibliothek

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, February 24. 2010
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Aus Anlass von "Das Elend der Debatte um ARD und ZDF" von Stefan Niggemeier schreib ich mal auf, was ich auch schon in einer Diksussion gesagt habe:

Von ARD und ZDF zu verlangen, ihre Inhalte nach einer Weile wieder aus dem Netz zu entfernen ist, als ob man alle zwei Jahre die Stadtbibliothek niederbrennt, um den lokalen Buchhandel zu stärken.

Sicher haben Privatfirmen ein Interesse, dass der Staat und der Steuerzahler nicht ihre Konkurrenz finanziert.

Andererseits war, zumindest was audiovisuelle Medien angeht, der Staat und das öffentlich rechtliche TV zuerst da. Und ehrlich gesagt hatte ich, bevor die Privaten kamen, auch kein Qualitäts- oder Mangelproblem mit dem ÖR-TV. Im Gegenteil. Das hab ich eher jetzt.

Wenn ich wählen müsste, würd ich vorher die Privaten in die Wüste schicken und sagen: Ja, dann lasst es doch. Ich brauch keine gefakten Quizsendungen mit Barbusigen (nix sonst gegen Barbusige ;) ) oder ehemalige Taxifahrerinnen, die mir am Bildschirm das Tarot legen (auch Taxis sind ne tolle Sache).

Und: Die Zeitunsgverlage haben sich die letzten 15 Jahre primär darauf kapriziert, ihre Angestellten und Freien mieser zu bezahlen und dafür die Bilder in der Zeitung größer und bunter zu machen. Online besteht ihre primäre Innovation in der massenweise Klonung der Bildstrecke und im Hoffen auf das iPad.

Andererseits haben wir, wie Stefan auch anmerkt, für die Inhalte von ARD und ZDF bereits bezahlt. Es ist absolut nicht mehr zeitgemäß, dass ich, um Tatort oder sonstwas zu gucken, zu einer bestimmten Zeit vor dem TV sitzen muss. Und an sich brauch ich mir auch keinen DVR zu kaufen, wenn die Videodaten auf dem Server des Senders rumliegen und ich sie mir holen könnte, wenn ich wollte.

Ich zahle, seit ich einen eigenen Haushalt führe, GEZ-Gebühren.
Dafür möchte ich bitte eine zeitgemäßen Service mit Sendungen, die ich jederzeit abrufen kann, auch nach Jahren, Informationsangebote zu Themen von Sendungen auch unabhängig von konkreten Sendeanlass (z.B. Interviews über Facebook ;) ) und ich möchte diese Medieninhalte auch auf zeitgemäßen Endgeräten konfektioniert haben; wenn auch lieber für Android als fürs iPhone ;)

Die argumentativen "Schwächen" (der Schwabe sagt da wohl eher 'Dummabtzigkeiten', aber ich bin ja Süd-Badener ;)) der Verlage hat Stefan ja sehr schön rausgearbeitet.

Die Frage ist ja: wie antwortet man.

An sich sehe ich zwei Strategien

a) Man sagt, wenn man Stefans und meiner Meinung ist, seinem Zeitungsverlag, er möge sich sein Abo irgendwo hin schieben und sagt ihm auch warum.

b) Man sagt den Sendern & Rundfunkräten klar (und in MASSEN), welche Art Dienstleistung man für seine Gebühren verlangt. (Und ich hätte null Problem, eine DEUTLICH HÖHERE Gebühr zu zahlen (oder sogar eine FDP-Mediensteuer (uhhhhhh....)), wenn ich DAFÜR Zugang zum KOMPLETTEN Audio/Video/Text-Archiv der ARD kriege.)

Hat jemand Ideen dazu? Ich helf mit.

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