Social Media, Social Networking und Social Web: Annäherung an eine Definition

Posted by Oliver Gassner • Monday, March 1. 2010
Nach 'einteilung social media' hat gerade jemand gegoogelt und ist hier gelandet.
Ein willkommener Anlass mal aufzudröseln, wie ich das unterteilen würde.
(Ich spare mir mal den Blick zur Wikipedia, da ist das sicher schön aufgeschlüsselt, aber ich habe ohnehin ein Problem mit der allseitigen Verwendung der Begrifflichkeiten.)

Zuerst die veralteten Begriffe oder die, die nichts Rechtes bedeuten.

Social Software nannte man es anfangs und die Grobdefinition 'Software, die drei Personen anders behandelt als zwei' ist schön abstrakt und gilt für eine ganze Reihe Software, die auf Desktops in Netzen oder eben im Internet herumschwirrt. Nach dieser Definition fallen auch Mailinglisten oder Foren fast schon darunter, was nicht ganz unerwünscht ist.

Web 2.0 ist ein Begriff, den Tim O'Reilly nur ungenügend definiert hat - wie ich an anderer setelle belegt habe ist es GAR kein Begriff, der irgend etwas Bestimmtes bezeichnen würde, zumindest nicht so, wie er eingeführt wurde. OReilly hat ihn eher durch eine Art Tag-Wolke beschrieben und mehr als 'irgendwie was Neues im Netz' schien es nicht zu bedeuten. David Weinberger verengte dann den Begriff (Z.B. in seinem Aufsatz in "Die Kunst loszulassen") auf die schöne Kombination aus User Generated Content und Intreroperabilität von Applikationen (durch RSS, APIs etc.). Diese Definition hat den Vorteil, dass man etwas auf den Seziertisch legen kann und eine Checkliste aufmachen kann: Gibt es UGC? Check! Gibt es Interoperabilität mit dem Rest des Netzes (jenseits von Links ;) ). Check! Also isses Web 2.0. Wenn jemand von mir in Zukunft Web 2.0 erklärt haben will, werde ich genau diese Definition verwenden, sie ist transparent und einfach zu checken.
->

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Google Buzz Comedy: We can kill you

Posted by Oliver Gassner • Thursday, February 25. 2010
via:

Google Buzz Comedy | Marketing in Communitys und Social Networks

Paar gute Gags, speziell der Schlussgag. Allerdings scheint es schwer möglich in USA komisch zu sein ohne F*beep* zu sagen,

Video nach dem Klick.... ->

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"Link Value" - DLD

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, January 26. 2010
Link Value
Marc Cenedella (Theladders.com)
Stephan Gross Selbeck (XING)
Reid Hoffmann (Linkedin) (he was on seperately)
Nazar Yasin (Forticom)
moderated by: David Kirkpatrick ("The Facebook-Effect")

Schedule 10 | DLD - Digital, Life, Design Conference in Munich

cendella: doung a Job network for 100k+$ Jobs
nazar Yasin: Software for loCal social networks (pretty big combined)
Stefan. XEO XING, Joh. 1, 14
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. german speaking markets

Stefan: Agree with most of what Reid said, private and professional network will stay seperate. "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps." people move in different contexts.
We conecentrate on value and are very inerwoven with the local commnities.
We have the Ambassadors, community members hat work woth local communities. Global netwoks are also more shallow.

Marc: Local Networks are attractive, but people really want to connect also on a local level. Deeper networks also create more revenue per user.

Stefan: There are events, XIG combines online and offline activities. The equation does not chage because Facebook has a cerrtain size. hat does not ake my boss my fried on facebook. People also flirrt on business websites, but the context is different.

What if other professional networks buid on top of facebook as an infrastructure?

Stefan: I agree, this changes th ecoomis. FB-Connect will tuen user acquisition ain a commodity. So this helps us as well. There will be was to make this work for us.

nazar: There will not be 'one ring to rule them all', as now the differet operating systems cater to differet markets


"Link Value" - DLD

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, January 26. 2010
Link Value
Marc Cenedella (Theladders.com)
Stephan Gross Selbeck (XING)
Reid Hoffmann (Linkedin) (he was on seperately)
Nazar Yasin (Forticom)
moderated by: David Kirkpatrick ("The Facebook-Effect")

Schedule 10 | DLD - Digital, Life, Design Conference in Munich

cendella: doung a Job network for 100k+$ Jobs
nazar Yasin: Software for loCal social networks (pretty big combined)
Stefan. CEO XING, Number one Business Network in German speaking markets

Stefan: Agree with most of what Reid said, private and professional network will stay seperate. "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps." people move in different contexts.
We conecentrate on value and are very inerwoven with the local commnities.
We have the Ambassadors, community members hat work woth local communities. Global netwoks are also more shallow.

Marc: Local Networks are attractive, but people really want to connect also on a local level. Deeper networks also create more revenue per user.
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Location: Foursquare| DLD - Digital, Life, Design Conference #dld

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, January 26. 2010
(all quotes only roughly verbal)

Location
Dennis Crowley (Foursquare)
moderated by: Rafat Ali (Paidcontent)

Schedule 10 | DLD - Digital, Life, Design Conference in Munich

he did Vineo for Palm, sold dodgeball to google and then after 2 years started fourquare.
All location based services.

Question was: How do I make location based services fun BEFORE you have a whole lot of friends on them?

iPhone, Android and Blackberry exists now. (+palm?)

Foursquare males cities easier to use: combining a fruendfinder with a city guide.
We don't make plans, we just check in; it is a twiter focused on location.
Right now we are focused on hiring not on getting VCs, but we will talk about that.

(...) hard to understand as ppl around me are talking I'll end this

Warum 'Web 2.0' ein doofer Begriff ist

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, December 1. 2009
Diese Präsentation ist vom Sommer 2006 (für den Webmontag Karlsruhe) und an sich hat sich da wenig geändert:

Warum 'Web 2.0' ein doofer Begriff ist.

(Das ist übrigens html+javascript +css = 5S = Simple Standard Slide Show System und läuft auch nach 3 Jahren noch wie ne eins ;) Man kann's aber schwer nach Slideshare stellen ;) Vielelicht sollte ich das mal als meinen ersten Screencast machen?)

Die Argumentation in groben Zügen:
- Als Beispiele für Web 2.0 verwendet O'Reilly in seinem Artikel eine ganze Reihe Onlinedienste, die NICHTS miteinander gemein haben (außer, dass sie 'anders' sind als alte.)
- Am Ende seines Textes listet er diverse Kriterien auf, dei zu web 2 gehören. DAMIT aber etwas Web2 ist, MUSS es nicht alle oder auch nur bestimmte dieser Kriterien erfüllen. (d.h. keines dieser Kriterien ist hinreichend oder notwendig.)

Begriffe benutzen wir allerdings um gleichartige und somit definierbare Mengen an Dingen zu umfassen. Der Begriff Web 2.0 ist allerdings keiner.


Als Konsequenz reden 2 Leute über Web 2 und der eine meint UGC und der andere AJAX.

FAIL.

Als Ausweg schlage ich in der Präsentation (die übrigens 5 Minuten dauert und 56 Slides hat ;) ) vor, dass man stattdessen einfach das bennent, worüber man reden will: kontextsensitive Werbung, Folksonomy, Tagging, Aggregation, Widgets etcetc. Denn in der regel redet man ja nie über Web2 allgemein (was, wie wir jetzt wissen, ja auch sprachlogisch schon gar nicht geht), sondern immer über einen konkreten Ausschnitt davon.

So wie im Falle des kürzlich hier erwähnten problematischen Begriffs 'Social Media' dient ein solches Plattgeklopfe von Begriffen zwar dem Marketing ("ah ja, das hör ich dauernd, das ist wohl wichtig") aber nicht der Kommunikation und dem verstehenden Gespräch.

Mein eigenes Vorgehen:
Im "Elevatorpitch" (wenn ich kurz erkläre, was ich tue) sag ich eventuell einmal Web 2.0 oder Social Media, bevorzugt aber (wenn aus dem Kontext des Gesprächs klar ist, dass die Leute eh wissen worum es grob geht) nur "Social Web" und rede dann später NUR noch über das was Sache ist, also Weblogs, Podcasts, RSS, Widgets, Social Networks, Facebook, XING etc.

***

Gegen den begriff Web 2.0 ließe sich natürlich noch allerlei mehr einwenden
- keines der Konzepte ist neu
- viele Ideen gehen auf das Vor-web-netz zurück (Usenet)
- man kommt nur in ne blöde Versionsübertrupferei (Web 3 als web 3D oder als Semantic Web), und Web 4?
- Es erzeugt die Irritation es sei eine Softwareversion
- (eure Vorschlag in den Kommentaren)

Oder gibt es jemand der diesen Unbegriff verteidigen will? ;)
Welcome.

Exciting Commerce: Unwort des Jahres: Social Media

Posted by Oliver Gassner • Sunday, November 29. 2009
Social Networks verändern die (Medien-)Welt. Doch indem der Netzwerk-Begriff durch den zwar sehr griffigen, aber in diesem Zusammenhang komplett unsinnigen Medienbegriff ersetzt wird, möchte uns die Medien-, PR- und Marketingindustrie vorgaukeln, dass man im Netzwerkkontext mit der klassischen Mediendenke (= Aufbau und Monetarisierung von Reichweite) weiterkäme.

Nichts widerspräche dem Netzwerkgedanken mehr, wie wir spätestens seit dem Cluetrain-Manifest wissen sollten. Netzwerke sind keine Fortführung, sondern eine Alternative zu traditionellen Medienstrukturen.


Exciting Commerce: Unwort des Jahres: Social Media

Obiges ist der Grund, warum ich bevorzugt weder von Web 2.0 noch von SM rede sondern vom 'Social Web'.

SM sehe ich in der tat wie Kommentator q-Bee:

Social Media steht ursprünglich nicht für Social Networks, sondern für Sites, auf denen Nutzer primär eigene Inhalte produzieren, also besonders Blogs und Sites à la Flickr und YouTube.
Der Begriff ist eher politisch zu verstehen, da es quasi um die "Vergesellschaftung" von vormals zentral kontrollierten Massenmedien geht.


Insofern ist es an uns, die Dinge so zu nennen, wie sie sich verhalten.
Jede 'Komponente' des SW hat seinen eigenen Namen (und seine eigene Logik und Kultur) und idR ist wenig gewonnen, wenn man FB und delicious in eine Tonne wirft.

Wenn mein Fieber abgeklungen ist, mach ich mir gern nochmal dezidiertere Gedanke dazu und freue mich vorab schon auf Feedback in den Kommentaren.

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