.

Warum 'Web 2.0' ein doofer Begriff ist

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, December 1. 2009
Diese Präsentation ist vom Sommer 2006 (für den Webmontag Karlsruhe) und an sich hat sich da wenig geändert:

Warum 'Web 2.0' ein doofer Begriff ist.

(Das ist übrigens html+javascript +css = 5S = Simple Standard Slide Show System und läuft auch nach 3 Jahren noch wie ne eins ;) Man kann's aber schwer nach Slideshare stellen ;) Vielelicht sollte ich das mal als meinen ersten Screencast machen?)

Die Argumentation in groben Zügen:
- Als Beispiele für Web 2.0 verwendet O'Reilly in seinem Artikel eine ganze Reihe Onlinedienste, die NICHTS miteinander gemein haben (außer, dass sie 'anders' sind als alte.)
- Am Ende seines Textes listet er diverse Kriterien auf, dei zu web 2 gehören. DAMIT aber etwas Web2 ist, MUSS es nicht alle oder auch nur bestimmte dieser Kriterien erfüllen. (d.h. keines dieser Kriterien ist hinreichend oder notwendig.)

Begriffe benutzen wir allerdings um gleichartige und somit definierbare Mengen an Dingen zu umfassen. Der Begriff Web 2.0 ist allerdings keiner.


Als Konsequenz reden 2 Leute über Web 2 und der eine meint UGC und der andere AJAX.

FAIL.

Als Ausweg schlage ich in der Präsentation (die übrigens 5 Minuten dauert und 56 Slides hat ;) ) vor, dass man stattdessen einfach das bennent, worüber man reden will: kontextsensitive Werbung, Folksonomy, Tagging, Aggregation, Widgets etcetc. Denn in der regel redet man ja nie über Web2 allgemein (was, wie wir jetzt wissen, ja auch sprachlogisch schon gar nicht geht), sondern immer über einen konkreten Ausschnitt davon.

So wie im Falle des kürzlich hier erwähnten problematischen Begriffs 'Social Media' dient ein solches Plattgeklopfe von Begriffen zwar dem Marketing ("ah ja, das hör ich dauernd, das ist wohl wichtig") aber nicht der Kommunikation und dem verstehenden Gespräch.

Mein eigenes Vorgehen:
Im "Elevatorpitch" (wenn ich kurz erkläre, was ich tue) sag ich eventuell einmal Web 2.0 oder Social Media, bevorzugt aber (wenn aus dem Kontext des Gesprächs klar ist, dass die Leute eh wissen worum es grob geht) nur "Social Web" und rede dann später NUR noch über das was Sache ist, also Weblogs, Podcasts, RSS, Widgets, Social Networks, Facebook, XING etc.

***

Gegen den begriff Web 2.0 ließe sich natürlich noch allerlei mehr einwenden
- keines der Konzepte ist neu
- viele Ideen gehen auf das Vor-web-netz zurück (Usenet)
- man kommt nur in ne blöde Versionsübertrupferei (Web 3 als web 3D oder als Semantic Web), und Web 4?
- Es erzeugt die Irritation es sei eine Softwareversion
- (eure Vorschlag in den Kommentaren)

Oder gibt es jemand der diesen Unbegriff verteidigen will? ;)
Welcome.

Bloggen und Networken

Posted by Oliver Gassner • Wednesday, August 5. 2009
Im Umfeld meines Postings zum neuen Blog von Thorsten Hahn (Blockcheck: 77 Irrtuemer des Networking) entstand die Idee zu untersuchen, inwiefern Bloggen und Networken Ähnlichkeiten aufweisen.

Dazu gilt es natürlich erstmal zu klären, was ich unter Networken verstehe.

Meine Versuche mir bei der Wikipedia auf deutsch oder englisch eine Definition zu besorgen schlugen fehl, nicht weil es keine gäbe sondern weil mir das, was ich da fand, kaum zusagte.

Zu sehr war das dort entweder auf feste Strukturen (ähnlich BNI, Rotary etc.) ausgerichtet oder auf (wenn auch positiv verstandene) "Vetternwirtschaft".

Unter Networking verstehe ich eher, was mir als "Kind vom Land" ohnehin geläufig ist, und was ich im Netz immer wieder erfahren habe: Man kennt sich und man hilft einander - ohne ständig aufzurechnen oder Erwartungen zu hegen.

Ein Netz-Bild dafür ist das, was man früher 'Webring' nannte und was bei Blogs zur 'Blogroll' wurde: Eien menge an 'gleichgesinnten' -meist themenähnlichen- Websites schlossen sich zu einem Webring zusammen, der Besucher kam vom einen Site und wurde zu einem anderen weitergereicht. das war damals nötig, weil es keine wirklich funktionierenden Suchmaschinen gab.
Also weniger: 'eine Hand wäscht die andere' sondern eher: 'jede Hand wäscht die nächste".

Im Usenet war es ähnlich: Jeder warf sein Wissen mit auf den großen Haufen, manche nahmen es auf sich Nodes zu pflegen oder FAQs zu sammeln (2 davon hab ich glaub ich auch initiiert) oder die Selbstverwaltung der Admins zu organisieren. Ähnlich lief es in Mailinglisten; jeder gab und nahm aus der "offenen" Gruppe. wer am meisten gab, hatte die beste Reputation und konnte, wenn es Probleme gab, auch auf Unterstützung rechnen.

Aus den genannten suchmaschinenproblemen etablierten sich auch in Blogs die Links auf andere: In Beiträgen und in der Blogroll. ein 'Ich hab dich in der Blogroll, jetzt musst du auch' galt immer schon als verpönt und die Linktauschgesuche der SEOs stoßen bei mir allein deswegen sauer auf , weil sie nur geben wollen, wenn sie Gleichwertiges auch bekommen.

Blogger geben: Arbeit, Inhalte und Links. Sie bekommen auch: Empfehlungen, Links, Hilfe, Aufmerksamkeit und manchmal sogar Aufträge - aber eben oft nicht von denen, denen sie auch die Links "schenken".

Damit das mit dem geben aber funktioniert, sollte man in seinem Blog (und auf seinem Twitterkanal) auch nicht immer nur von sch erzählen. wer auf einer Party nur sich selbst als Thema kennt, wird irgendwann unbeliebt. Zuhören können, loben lernen, verlinken und verweisen, das ist es, was Blogs ausmacht.

Man schaue sich die 'großen' Blogs an. sie tun genau das. Dabei auf leute mit gegensäzlicer Meinung zu verlinken, gehört zum Restanstand, den man haben sollte. sicher verlinke ich auch nicht auf Firmen, von denen ich nur abraten kann, auf Leute die mich anspammen und ähnliches. aber die Blogger, die jegliche gegnerische Äußerung nur mit einer unverlinkten URL oder gar nur in Andeutungen referenzieren, dei überschätzen meiner Meinung nach ihre eigene Wichtigkeit und deklarieren jegliche symmetrische Kommunikation für unmöglich.

Ohne dass ich dafür esoterisch werden müsste glaube ich, dass der 'bloggige Weg' eine gute Basis für Networking ist - übrigens ein Networking, dass sich auch und gerade in der persönlichen Begegnung dann manifestiert, weswegen Tweetups, Twittwoche, Twittische, Bloggertreffen, Pl0gbars und Barcamps sich zurecht großer Beliebtheit erfreuen.

Das "großzügige Geben ohne Erwartungshaltung", das, wenn ich recht verstehe Thorsten Hahn propagiert, ist nichts anderes als das, was Blogger tun - weil sie davon auf verschedenste Weise profiteren, sei es direkt oder eben indirekt.

Welde-Parkour; ein Viralspot mit Making-of

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, August 4. 2009
Das hat doch was:


YouTube - Welde-Parkour

Klassische Medien hacken?

Posted by Oliver Gassner • Tuesday, August 4. 2009
Felicea schreibt bei Twitter: @oliverg was hälst du von einem "Klassische Medien hacken"-(Online)-Seminar für Netzaktivisten? Ich würde mich anmelden :-)

Wir hatten mal von solchen Sachen geredet wie: Leserbriefe/offene Briefe schreiben und so.

Die aktuellen politischen Ereignisse und Konstellationen scheinen es nahezulegen, das wir 'Digitalen' uns mehr mit dem Umgang mit den 'klassischen Medien' wie Zeitung, Radio und TV befassen müssen.

'Hacken' würde ich jetzt mit 'elegantem Umgang ohne Umwege' umschreiben wollen.

Ich habe Felicea gerade geantwortrt, dass ich mir vorstellen könnte, dass man sowas im peer- und team-teaching machen könnte (sie hat sicher vom Buchwesen z.B. mehr Ahnung).

Also konkret:
- Wer könnte zum Thema 'Mediahacking' im oben skizzierten Sinne etwas vermitteld beitragen?
- Wer würde mitmachen? 'rezipierend'?

Bei entsprechendem Echo setze ich ne Struktur auf. (Wahrscheinlich ne Kombi aus geschützter Mailingliste und öffentlichem Wiki.)

Update:
* Hier ist schon mal die Mailingliste: http://groups.google.com/group/mediahacking/
* Und hier ist das wiki: http://mediahacking.pbworks.com

Lothar Seiwert: Noch mehr Zeit fuer das Wesentliche

Posted by Oliver Gassner • Monday, August 3. 2009
(Buchbesprechung folgt :) )

Hier klicken für Vollbild-Anzeige


Twitter Netiquette & Tipps and the Definition of Microblogging -- links for 2009-08-03

Posted by Oliver Gassner • Monday, August 3. 2009 • Category: Twitter

The Way I Get Things Done by Jon Larkowski

Posted by Oliver Gassner • Monday, August 3. 2009
Eine kewle GTD-Präsentation in 20*20 Sekunden (Pecha Kucha) MIT Ping-Pong-Pause.

The Way I Getting Things Done by Jon Larkowski from Hashrocket on Vimeo.




The Way I Get Things Done %u2013 Jon Larkowski - DIGTD - Making You More Productive

  • Stats & Stuff

    My stats:
    Blogoscoop:
    blogoscoop

    Wikio - Top Blog - High-tech
    Wikio - Top Blog
    XING
    GeoURL
    Twingly BlogRank
  • Orientation, Infos &c

    Orientierung im Blog
    Disclosure/Customers
    Das Beste aus diesem Blog
    sprachlich herausgefordert
    I am reading ...
    Blog-Archiv
    Blogartikel 1x tägl. per eMail
    Stuff
    Blogroll/Podroll
    Chat with me (no login, but be patient)
    Alle meine Bookmarks
    My Widget-Zoo
    Wanna see your face?
    Empfehlungen (Aff.)
    XING! XING!
    XING-Seminare.de
    2 GB kostenloses Online-Backup
    Let's chat:
    SKYPE me!
  • - Blog abonnieren
    - Blogartikel gratis per E-Mail
    - Anleitung zu diesem Blog
    - Tägliche Tweets und Linktipps
    Suche in diesem Blog: Ads:
    re:publica 12
  • Themen & Artikel in Auswahl

  • Comments / Trackbacks

    Mon, 30.01.2012 08:15
    Indeed. Manchmal müsste man sich einfac [...]
    Mon, 30.01.2012 08:10
    ... und wünschen sich die Schüler das, [...]
    Mon, 30.01.2012 07:56
    Nun, ich leite alle Maine Konten zum Gm [...]
    Mon, 30.01.2012 07:55
    Das wäre ich als Spammer auch. URL entf [...]
    Mon, 30.01.2012 07:51
    Ich hatte kürzlich eine Bildungsinstitu [...]
    Sun, 29.01.2012 13:55
    "Ich würde aber darauf achten, die selb [...]
    Sat, 28.01.2012 21:20
    Hallo, gibt es auf dieser Welt Leute [...]
  • [flattr info]


  • Blog abonnieren: