Meine Replik auf das Zeitargumnent: "Im Radio laufen nicht nur 3stündige Opern oder abendfüllende Hörexperimente, im der Zeitung stehen nicht nur fünfspaltige Undercoverreportagen. Will sagen: Ein Blog ist ein Logbuch. Mal ist lange und komplexe Gedankengänge zu 'loggen' mal nur der Fund eines guten Artikels anderswo.
Wenn man in der woche 3 Kurze notizen bloggt und alle zwei Wochen sich mal echte arbeit macht für etwas, das man 'sowieso mal klären' wollte, dann genügt das vollkommen.
Ich betrachte auch ein Blog nicht als 'extzra Arvbeit' sondern als ein Medium, das ich zum Arbeiten benutze, so wie ein Schreibblock, ein Telefon oder eine Kalender.
Mein Blog ist ein Werkzeug, in das ich Gedanken und Funde notiere und in dem ich mal kurze und mal längere Gedanken kläre - und das beides im Dialog mit meinen 'peers'.
Ich wüsste nicht, wie man heute ohne ein Werkzeug auskommen könnte, das so etwas tut."
William Giobson über Googfle: Do we really desire Google to tell us what we should be doing next? I believe that we do, though with some rather complicated qualifiers.
My comment:
"Allen also recommends using a ‘to read’ pile (for stuff that is noit actinonable). in my mail I installed this by sorting newsletters etc. in a separate pile. I also have stuff that I automatically sort into a ‘noise’ category, meaining: not spam but stuff I only need to look at if I have the time and (low ) enegery.
OK, sometimes actions might come from there (just as they may come from my brain). But then if I had never read or subscribed to that newsletter I’d still have a days’ work left
In this respect some automati"
Eine Frage aus der App 'XING-Mitgleder fragen ...'
Meine Antwort:
Nun, früher hat man Geld ausgegeben und seine Nachricht via Presse, Plakate und TV 'rausgeblasen' genügend Leute haben dann gekauft. Das war bequem, Kudneservice brauchts nicht, es gibt ja genug. Negativfeedback zwischen Kunden gab es nur über den schmalen Kanal der Mundpropaganda.
Jetz ist der Kanal für Mundpropaganda sehr sehr breit. Sich aber darauf einzustellen würde so etwas wie eine 'Fehlerkultur' brauchen, d.h. man mit Fehlern konstruktiv umgeht. Das ist in DACH noch nicht der Normalfall, da muss ein Kopf rollen, wenn was schiefgelaufen ist. Und draufzeigen ist auch verpönt. Dann lieber weggucken.
Aber an sich ist das Mitmachweb eine riesen Chance. Die, von Kunden zu lernen, bessere Produkte zu machen, die, für relativ wenig Geld (im Vergleich zu einer Seite Tageszeitung oder 30 Sekunden Primetime) _qaualitative_ statt _quantitatve_ Reichweite aufzubauen. Ein Twitterfollower ist mehr wert (pointiere ich mal) als 1999 Zeitungsabonnenten.
Was keinen Platz hatte:
Ich arbeite lieber mit Kunden, die das schon verstanden haben - es gibt genügend davon ;)
Schon am 18.4. hat Max Otte (der dem selben letzten geburtenstarken Jahrgang angehört wie ich) in einer Aula-Sendung ein paar spannende Fragen aufgeworfen und ein paar wilde Thesen lanciert.
Ich fasse mal in meinen Worten und etwas pointiernd zusammen:
- Verpackungschaos, staatlicher Rückzug in die Regellosigkeit, Internet, SEOs und Google erzeugen massive Unübersichtlichkeit und Desinformation.
- Der Staat ist dazu aufgerufen, zu regeln, der Bürger ist dazu aufgerufen den Staat und seine Beamten (deren Dienst attraktiver werden muss) zu respektieren
- Der Einzelne soll auf Informationsdiät gehen und mehr Bücher lesen statt Radio hören, fernsehen und (täglich) Zeitung zu lesen. Und Wikipedia ist schon mal prima aber Brockhaus ist besser, während Bürgerjournalismus auch keine Lösung ist.
Zu diskutieren wären z.B.:
- Sind Staatsregeln und respektiertes und gut dotiertes Berufsbeamtentum unsere einzige Rettung vor der Unübersichtlichkeit?
- Liefert uns Google den Heerscharen der anonynmen SEOs aus?
- Können wir uns gegenseitig die Welt erklären oder brauchen wir dazu Buchautoren (d.h. Verlagsfilter und Finanzhürden vor der Publikation)?
- (Was) Gewinnen wir, wenn wir nicht täglich am Nachrichtentropf hängen, sondern das Weltgeschehen aus dem Augenwinkel beobachten und eher gut abgehangene News konsumieren?
Ich fände es spannend, das gemeinsam zu besprechen. wer macht mit?
Wir vermissen ein Papierhandout hier im Raum everest aka 'anderer berg' ;)
Klaus ist zuständig für das wachstum digitaler technologien im digitaldruck zuständig.
"Klingt umständlich, ist es auch."
Er erzählt Agenturen, was toll ist wenn man digital druckt.
(Anderswo hieße das Paper Digital Evangelist, hier "Market Development Manager")
Es refreiert jetzt Georg Bernskötter, Director, Business Development, Graphics Solutions Business at HP.
Offestdruck wurde 1450 erfunden. 1% konnte lesen. 100 Jahre später konnten 50% der bevlkerung lesen. 100 years to reach 50 million 'users'.
Umsatzdollars der Druckindustrie peakten im Jahr 2000. In der Rezession wird Druck gebremst.
In Relation zum GDP aber hat Print seit 1993 seit 1993 50% revenue verloren. 8Haus und Büro ist hier icht mit drin, aber publishing, Bücher zeitung Magazine...)
kmto stellt fest: Der Rückgang geht parallel zum Internetboom.
Digitaldruck peaked seit 2001/2007 und macht Sprünge.
Siebdruck peakte 2006. (auch Großplakate)
Flexoprinting (verpackngsdruck wächst auch stark.
HP ndigo Umsatz wächst (Digitaldrucklösing um ca 20% der seiten, 2009 war kein wachstum sondern Konsolidierung...)
Fazit: Print ist durch digital unter druck aber eben auch günstig.
Frage: Wie kann Druck attraktiver für den aus-Druck werden? (z.B. Photobooks)
Jetzt Klaus Lammersiek.
Vergleich TCO von Digitaldruck und Offset; Faktisch hat man nur Produktionskosten pro Stück und keine Fixkosten für die Druckplatten etc. D.h. man muss nicht mehr auf hohe Auflagen gehen.
Ab 2800nochwas stück ist DD billiger.
Case: Postbank
Die Zeit der plumpen Individualisierung ist vorbei: Die Postbank nutzt individuelle Werbung.
alles was bis 1400 beim Digitaldrucker ist ist am nächsten tag beim Empfänger der Werbung.
Case BWM: 7er-Konfigurator von Web nach Print.
Das virtuell entstanden Auto wird in der Broschüre anfassbar.
So kann Werbealtpapier und CO2-Verheizung reduziert werden.
Ab sofort kann inhaltsunterschiedlich und auflangenunabhängig produziert werden. bald näheren sich die Preise DD und Offset weiter an.
Individualisierte Zeitungen sind möglich. niuu q D/ u.a. in USA
Auch Zeitschriften nach dem POD-Prinzip werden möglich.
@jennos Beispiel aus seiner Galerie:
Künstler bekommen Katalogstipendien.
Aber die Zielgruppe sind 100-200 Leute.
Inzwischen machen die Künstler Digitaldruck und haben immer ein aktuelles Produkt.
Aktuell sind 7 Farben (incl weiß) und viele Papiere auch in Digitaldruck möglich.
Cases: komplett individualisiertes cover bei Cicero vor 2 Jahren oder individualisierte Heinekenflasche.
Wiki(pedia)bücher in einer Woche.
Hardcover und farbiges Innenleben sind in arbeit. (wikis in print, pediapress)
- Zusammengestellt via Bchgenerator auf der wikipedia.
- Hochladen zu Pediapress
- Previewfunktion.
- abspeicherung und sharen (twitter facebook mail)
- Katalog auch für deutsche Bücher in Abeit
blog2paper (b2p).
Zum 2. Mal für den JBB und insgesamt zum 4. Mal mache ich meinen Workshop zum recherchieren im Social Web.
Es sind noch Plätze frei ;)
Das Netz lebt. Es wird belegt mit Etiketten wie „Living Web“, „Web 2.0“, „Social Web“ und es kommen Schlagworte auf wie Bürgerjournalismus, Weblog, Social Networking, Tagging, Social Graph. Wie nun kann man dies „lebende Netz“ für die Recherche nutzen? Wie Themen finden und ausleuchten? Wie die neuen Techniken wie RSS und Filtering dafür nutzen, um sich relevante thematische oder lokale Informationen automatisch anliefern zu lassen? Wie recherchiert man in Weblogs? Wie und wo erkennt man, welche Geschichten in der Blogosphäre gerade ‚hochkochen‘? Wie
sichtet man eine große Zahl von Onlinequellen in kurzer Zeit effizient? Und wie bewertet man Onlinequellen, was ihre Verlässlichkeit angeht?
Diese und andere Fragen werden an konkreten Beispielrecherchen aus dem Alltag der Seminarteilnehmer praktisch angegangen.
Nein, wie es geht weiß ich auch nicht, aber wie würdet ihr wollen, dass Journalisten vorgehen beim Zitieren aus Tweets?
- Zitieren in der Presse oder in journalistischen Onlineveröffentlichungen nur nach Nachfrage?
- Wie ist es bei 'persönlichen Blogs'? Was dürften oder sollten die?
- Bei 'gelockten' Accounts, denen sie aber folgen durften? (darf man die überhaupt RTen, geschweige denn bloggen oder printen?)
- Nur den Twitternamen angeben? Oder gar keinen?
- Realnamen nur nach Rückfrage oder immer wenn die Person ihn auf der Twitterseite nennt?
- Prominente zur bei verifizierten Accounts zitieren?
- Was ist mit Screenshots wenn Hintergrundbilder zu sehen sind? Urheberrecht? Zitatrecht?
Wie würdet ihr in den obigen Fällen vorgehen und welche anderen Fragen tun sich auf?
Und wie ist es bei Facebook? Oder wenn es offensichtlich Minderjährige sind, die sich äußern?
>Und für manche Unternehmen bringt Social Media überhaupt nichts, aber SEO sicherlich was.
Meine Replik:
Für wen bringt denn SM nichts?
Wg. Keywords:
Ok, wann google ich 'Gastronomie Rheinland Pfalz'
Ich rate mal:; wenn ich denen was verkaufen will. (Z.B. SEO ;) )
(Der Fall dass ich sache: Oh, ich möchte in RLP mal essen gehen' ist in seiner Unspezifizität ggf. eventuiell selten ;)
Wenn ich allerdings google
"Kleinkunst Anderenach"
Oder
"Schnitzel Andernach" rate ich mal wild, dass da eine recht manifeste Kaufabsicht dahintersteht und derjenige nur noch ne Stelle sucht, wo er Geld ausgeben kann.
Das war ja u.a. mein erstes Statement: wenn ich genau weiß, wer mich sucht, was der tippt und was in der Relation mein USP ist ("größtes Schnipsel von Andernach mit den croissesten Pommes"), dann macht SEO durchaus ne Masse Sinn.
Wenn ich hingegen das Gespräch mit dem Kunden, Partner, MItbewerber suche, wenn ich Weiterempfehlungen ermöglichen will etc. Dan ist ein Mailformular auf der Webseite eventuell etwas wenig. Und an manchen ecken (Twitter und FB eher nicht) ist ja auch ein SEO-Effekt von SM gegeben.
Während SEO (demnach) eher eine solide Marktforschung zur Voraussetzung hat, hat SM eher die Bereitschaft zum Dialog im Markt ('Märkte sind Gespräche') zur Voraussetzung. D.h. man könnte behaupten, wir werden hier die ganze Zeit das Taktische und das Strategische verwechseln bzw. in eine Schnitzelpfanne werfen.
Man könnte also sagen: "SM ist nix für Unternehmen, die nicht mit ihren Kunden reden wollen." Oder, mathematisch transformiert: "SM ist nix für Unternmehmen, die keine sind."
Wenn man 'klassisch SM-scheuen' Branchen (wie z.B. Banken oder 'printige' Werbeagenturen [das hab ich an Mittwoch beides gemacht ;) ]) mal erklärt, was da abgeht (die lesen nämlich nur Zeitung und da nix relevant schlaues über das Social Web). dann bedanken sie sich artig und kriegen so ein Glitzern in den Augen ;)